Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Papst Leo XIV. ist bei der Operation im römischen Gemelli-Spital am Dienstag ein bösartiger Tumor aus der Lunge entfernt worden. Das geht aus einer Mitteilung der Ärzte hervor, die der Vatikan am späten Abend veröffentlicht hat. Demnach wurde dem 71-jährigen Kirchenoberhaupt der untere Lappen der rechten Lunge entfernt, in dem sich laut histologischer Erstuntersuchung ein sogenanntes Adenokarzinom befand. Es handelt sich dabei um die häufigste Form von Lungenkrebs, die oft auch Nichtraucher trifft. Ein Lungenlappen umfasst etwa 20 bis 25 Prozent der Lunge.
Der Eingriff dauerte nach Vatikanangaben etwa 90 Minuten und verlief ohne Komplikationen. Die Mediziner unter der Leitung des Thorax-Chirurgie-Spezialisten Professor Stefano Margaritora entfernten den Lungenlappen mit videoassistierter Technik. Nach der Operation sei der Papst regulär aufgewacht und befinde sich wieder in seinem Zimmer im zehnten Stock der Gemelli-Klinik.
Die Ankündigung des Papstes, dass er sich einer Operation unterziehen müsse, löste international große Anteilnahme aus. "Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater!", ließ auch Österreichs Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner wissen und rief zum Gebet für Leo XIV. auf. "Beten und bitten wir, dass der Eingriff gut verlaufen und die Genesung sich rasch einstellen wird", so Lackner am Montag. "Lieber Heiliger Vater, in diesen sorgenvollen Stunden sind wir Ihnen im Gebet besonders nahe. Möge der Herr Ihnen Kraft und Zuversicht schenken und die Hände der Ärzte führen", schrieb Kardinal Christoph Schönborn in Sozialen Medien. Auch er wünschte Leo "Gottes Segen und eine gute Genesung".
Bundespräsident Alexander Van der Bellen wünschte dem Papst in einem am Dienstagnachmittag an den Heiligen Vater ergangenen Schreiben ebenfalls "eine baldige und vollständige Erholung". In dem der Nachrichtenagentur Kathpress vorliegenden Schreiben brachte der Bundespräsident seine "aufrichtige Sorge" über den Gesundheitszustand des Papstes zum Ausdruck. "Für die Zeit Ihrer Genesung wünsche ich Ihnen Ruhe und Zuversicht und hoffe, dass Sie bald wieder bei Kräften sein werden, um Ihren verantwortungsvollen geistlichen und weltlichen Aufgaben weiterhin so überzeugend nachkommen zu können", so Van der Bellen an den Papst.
Quelle: Kathpress, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Ein Lungen-Adenokarzinom ist ein sogenanntes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom. Sie machen einen Großteil der Lungenkrebsformen aus und treten häufig bei Rauchern auf, aber auch vermehrt bei Nichtrauchern, jüngeren Patienten und Frauen. Da Lungen-Adenokarzinome häufig in den äußeren Bereichen der Lunge entstehen, können sie lange unbemerkt bleiben. Werden sie in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Behandlungsaussichten in der Regel günstiger. Allerdings können auch diese Tumoren bereits früh Metastasen bilden.
Adenokarzinome sind bösartige Tumore aus sogenannten Drüsenzellen. Diese Zellen sind sonst für die Bildung von Schleim, Verdauungssäften oder anderen Körperflüssigkeiten zuständig. Grundsätzlich können Adenokarzinome in vielen Organen entstehen, etwa im Darm, Magen, der Bauchspeicheldrüse oder in der Lunge.