Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Einsamkeit ist eine Form der Not, die nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft“, so Caritasdirektorin Tödtling-Musenbichler: „Ein gutes gemeinschaftliches Miteinander in Solidarität ist Grundpfeiler unserer Gesellschaft und der Demokratie. Daher ist es eine gesellschaftliche und eine politische Aufgabe, Menschen aus der Einsamkeit zu holen.“
Einsamkeit sei zwar ein individuelles, schwer fassbares Gefühl. Studien wie eine Umfrage der Caritas Österreich mit dem Institut Foresight haben im Vorjahr ergeben, dass sich über 700 000 Menschen in Österreich sehr häufig einsam fühlen: „Es ist schockierend, wie viele Menschen in unserer Gesellschaft niemanden haben, dem sie ihre Sorgen anvertrauen können.“ Aus Studien ergebe sich auch klar, dass Einsamkeit zwar alle Gesellschaftsschichten betreffe, besonders gefährdet seien jedoch Menschen mit sozialen und finanziellen Schwierigkeiten oder gesundheitlichen Belastungen.
„Es ist klar: Es braucht vielfältige Ansätze, um die Menschen in ihrer jeweiligen Situation zu erreichen. Daher haben wir gemeinsam mit Pfarren, Gemeinden und Initiativen in den steirischen Regionen unterschiedliche Angebote entwickelt. Wichtig ist ein niederschwelliger Zugang, denn oft fehlt nur die Gelegenheit für einen ersten Schritt.“
Das „Plauderbankerl“ im Augarten sei dafür ein gutes Beispiel: „Es ist eine Einladung: Wenn jemand reden will, kann er oder sie hier jemanden finden, der für ein Gespräch offen ist. Da fällt das erste Wort leichter.“ In diesem Sinne laden Angebote wie die Solisuppe in Voitsberg, Stadtspaziergänge, Erzählcafés oder Filmnachmittage zu offenen Begegnungen und gemeinsamem Erleben ein.
Ältere und alleinstehende Menschen werden im Rahmen des Besuchs- und Begleitdienstes von Freiwilligen besucht, das Projekt „Startfee“ vermittelt ebenfalls ehrenamtliche Helferinnen, die Familien mit Babys und Kleinkindern im ersten und zweiten Lebensjahr entlasten. Beim Repaircafé kommt man gemeinsam mit Ehrenamtlichen zusammen, um Kaputtgegangenes aus dem eigenen Haushalt zu reparieren. „Z´sammsitz´n“ ist ein durch Freiwillige begleiteter Begegnungsort für Gespräche, Spiele, Singen und vieles mehr in einer gemütlichen Umgebung. Und die Plauderecke ist Begegnungsort für Gespräche im örtlichen Nah und Frisch.