Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Auch nur eines von diesen Kindern“ (vgl. Matthäusevangelium 18,10) hat Papst Leo XIV. als Motto für den heurigen „112. römisch-katholischen Welttag des Migranten und Flüchtlings“, am 27. September 2026, ausgegeben. In seiner Botschaft für diesen Gedenktag für geflüchtete Menschen erinnert Papst Leo XIV. heuer insbesondere an das Schicksal von minderjährigen Migranten, die besonderen Gefährdungen und Tragödien oft schutzlos ausgesetzt sind. Dieser Einstellung schließt sich auch Erich Hohl, Integrationsbeauftragter der Diözese Graz-Seckau an.
Der Papst ruft eindringlich dazu auf, evangeliumsgemäß „jedes Kind in seiner Würde anzuerkennen – noch vor seinem Schicksal als Migrant – und seine grundlegenden Rechte zu schützen.“ Weiters dankt er allen, die solidarisch mit minderjährigen Flüchtlingen sind und mahnt die staatlichen, zivilen und kirchlichen Institutionen zu einem Perspektivenwechsel, damit „den Migranten Schutz, Aufnahme und echte Integrationschancen“ gewährleistet werden.
"In der Steiermark werden aktuell 48 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) betreut, davon sind 22 in Quartieren der Caritas untergebracht. Diese Zahlen belegen, dass der Zustrom von geflüchteten Menschen zuletzt deutlich abgenommen hat, obwohl die weltweite Lage weiter dramatisch ist. Zurückgegangen ist auch bei uns die Aufnahmebereitschaft – sowohl von staatlicher als auch auf ziviler Seite", berichtet Erich Hohl.
Weiters betont Hohl, dass leicht übersehen wird, dass das Schicksal von Flüchtlingen nicht nur als Rechenbeispiel abgehandelt werden darf, sondern dass es immer um Einzelschicksale und Menschenleben geht. Neben der Aufnahmebereitschaft müssen auch die Integrationsbemühungen ausgebaut werden. "Das Ziel von Integration ist sozialer Friede und ein Leben in Sicherheit und mit einem guten Auskommen für alle".
Klar ist: Integration ist eine Zumutung. Die Aufnahmegesellschaft muss sich mit Menschen auseinandersetzen, die andere Kulturelemente, Verhaltensweisen, Traditionen und Lebensvorstellungen mitbringen. Die Ankommenden müssen ihre Gewohnheiten, Traditionen und Lebensweisen in Frage stellen, manches auch anpassen. Daher braucht Integration Mut von beiden Seiten. "Besonders wer in die Integration von jungen Menschen investiert, investiert in die Menschlichkeit und in die Zukunft der Menschheit", plädiert Erich Hohl.
Der Welttag der Migranten und Flüchtlinge wird 2026 – wie üblich – am letzten Sonntag im September begangen, heuer am 27. September 2026. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche, die auf der Flucht oft Unsicherheit, Gewalt oder Ausgrenzung erleben. Papst Leo XIV. betont: Schon „auch nur eines“ dieser Kinder verdient Schutz, Aufnahme und Aufmerksamkeit. Gerade darin zeige sich die Glaubwürdigkeit einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft.
Das Projekt "DIVAN" und das Frauenwohnhaus zählen zu den Herzstücken der Arbeit der steirischen Caritas im Bereich Migration, Familien und Frauen. Besonders Migrantinnen sind öfter problematischen Lebenslagen ausgesetzt, weshalb sie hier mit Beratung, Betreuung und Unterbringungsmöglichkeiten unterstützt werden.
Erich Hohl, Integrationsbeauftragter
+43 676 8742 2260
erich.hohl@graz-seckau.at