Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Eine in Österreich neue Lösung für ein Generalvikariat kommt mit 1. September 2026 in der Diözese Graz-Seckau zum Einsatz.
Der Generalvikar ist der Verwalter der Diözese, die vom Diözesanbischof geführt wird. So wird es fortan eine gemeinsam verantwortete Leitung zwischen Weihbischof Johannes Freitag und Lukas Grangl geben. Weihbischof Johannes wird als Generalvikar für die pastoralen Themen und Beschäftigten verantwortlich sein, Lukas Grangl als Direktor für die Organisation und das Laienpersonal. Der bisherige Generalvikar Erich Linhardt wird mit 1. September Bischofsvikar für Caritas und nach einer kurzen Auszeit als solcher im Einsatz sein.
Die neue Rollenteilung basiert auf Besuchen und Erfahrungen mit ähnlichen Modellen in ausländischen Diözesen und entspricht der Leitungsform, die in den steirischen Pfarren seit 2020 mit Einführung der Seelsorgeräume gelebt wird. „In einer großen Diözese wie unserer macht eine gemeinsam verantwortete Leitung viel Sinn angesichts der Herausforderungen, die vor uns stehen. Nämlich die Kirche als wichtige Institution für die Menschen zu positionieren und hilfreich zu sein in einer Zeit, in der Gott leider für viele an Bedeutung verliert“, so Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, „deshalb habe ich Weihbischof Johannes gebeten, jemanden zu suchen, mit dem er diese Aufgaben gemeinsam bewältigen kann. Ich wünsche Weibischof Johannes und Lukas Grangl viel Segen und Kraft für ihre wichtigen Dienste. Und bedanke mich bei Erich Linhardt für seinen langjährigen Einsatz und seine Bereitschaft, sich als Bischofsvikar um das wichtige Thema Caritas zu kümmern, also um die gelebte Hilfe für die Menschen, und auch um die älteren Priester in unserer Diözese“.
Weibischof Johannes Freitag freut sich darauf, den weiteren Weg der Diözese Graz-Seckau gemeinsam mit vielen engagierten Menschen zu gestalten: „Mein Anliegen ist es, den Menschen aufmerksam zu begegnen, aus dem Evangelium zu leben und unsere Kirche mit Zuversicht weiterzuentwickeln. Zusammen mit Lukas Grangl, allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen möchte ich dazu beitragen, dass unsere Diözese auch künftig ein lebendiger Ort des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe bleibt. Dabei soll für möglichst viele Menschen in unserem Land spürbar werden, was mich auf meinem bisherigen Lebensweg begleitet: Die Freude an Gott ist unsere Stärke! Mit Freude und heiterer Gelassenheit beginne ich gemeinsam mit Lukas Grangl den Dienst der Leitung im Generalvikariat unserer Diözese.“
Direktor Lukas Grangl blickt ebenso voll Zuversicht in die Zukunft: „Ich freue mich auf viele Begegnungen und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Diözese. Wirtschaft und Organisation sind für mich kein Selbstzweck, sondern ein Dienst am pastoralen Auftrag unserer Kirche. Gute Führung lebt für mich vom Zuhören, von Vertrauen und gemeinsamer Verantwortung. Gemeinsam mit Weihbischof Johannes sowie allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen möchte ich dazu beitragen, dass unsere Diözese ihren Auftrag auch in Zukunft kraftvoll und hilfreich für die Menschen erfüllen kann.“
Am Mittwoch, 2. September 2026, wird Weihbischof und Generalvikar Johannes Freitag mit seinem Team im Grazer Marienstüberl zu Mittag kochen – es wird Kürbiscremesuppe, faschierte Laibchen mit Erdäpfelpüree und Obstsalat geben.
Weihbischof Johannes: „Die katholische Kirche Steiermark hat zwei sehr wesentliche Organisationseinheiten – die Diözese Graz-Seckau und die steirische Caritas. In beiden Bereichen sind viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Wenn wir mit 1. September in gemeinsamer Verantwortung die Leitung des Generalvikariats der Diözese Graz-Seckau übernehmen, war es uns wichtig, am 2. Arbeitstag diese Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen. Im Marienstüberl wollen wir mithelfen, dass die Diözese Graz-Seckau und die steirische Caritas gemeinsam in der Nachfolge Christi einen Mehrwert für alle Menschen im Land darstellen. Als neuer Generalvikar freue ich mich auf das Miteinander von allen lebendigen Bausteinen dieser, unserer Kirche.“