Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Traurige Nachrichten kommen aus Gratkorn im Norden von Graz. Dort schließt das Kloster Maria Rast mit Ende August 2026. Die Gründe: Kein Nachwuchs, zu viel Renovierungsbedarf am großen Gebäude und die Belastung durch immer weniger Schwestern und gleichzeitig immer mehr ältere Mitschwestern, die Betreuung benötigen. Das betrifft die gesamte Ordensprovinz, so die Hausoberin Schwester Roswitha Bauer.
Das Kloster Maria Rast wurde von den Barmherzigen Schwestern im Jahr 1911 gegründet; speziell als Ort für ältere Ordensfrauen. Die Hochblüte erlebte das Kloster im zweiten Weltkrieg, als viele vertriebene Ordensfrauen aus Jugoslawien dort Unterschlupf fanden. Mehr als 100 Mitglieder zählte der Konvent. „In all den Jahren war es den Schwestern ein Anliegen, mit und bei den Menschen zu sein. Das wurde deutlich etwa bei Besuchen von älteren und kranken Menschen sowie im gemeinsamen Feiern im Advent im Kloster“, so Schwester Roswitha.
Als die Zahl der Schwestern, aber auch deren Kräfte auf Grund des Alters abnahmen, wurde aus dem Gehen zu den Menschen ein Öffnen des Hauses für die Menschen. Viel Leben gab es etwa ab 2022 im Kloster, als ukrainische Vertriebene dort untergebracht waren. Dennoch ist es über die Jahre immer stiller geworden im großen Gebäude mit dem schönen Garten.
Fünf Ordensfrauen sowie Hausoberin Schwester Roswitha leben nur noch wenige Tage im Kloster Maria Rast. Mit 31. August 2026 siedeln sie in das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in die Grazer Mariengasse. „Wir sind niemals am Ziel, sondern immer auf dem Weg“, zitiert Schwester Roswitha den Ordensgründer, den heiligen Vinzenz von Paul, mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Wenn das Wirken der Barmherzigen Schwestern hier in der Dult in Maria Rast zu Ende gehe, so bleibe dennoch die tiefe Verbundenheit im Gebet mit den Menschen in der Dult, in Gratkorn und darüber hinaus.
Thomas Stanzer
Die Zukunft des Klosters ist noch nicht entschieden. Das soll sich in den nächsten Wochen klären. Die Kapelle bleibt einstweilen erhalten.
Sollte Interesse an Gegenständen im Haus bestehen – darunter religiöse Bilder und Kreuze, ebenso andere Bilder, Handarbeiten, Bücher, Möbel und vieles mehr – besteht die Möglichkeit, diese gegen eine Spende am Freitag, 18. September 2026 ab 14 Uhr und Samstag, 19. September 2026 ab 9 Uhr zu erwerben.