Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Ein arger Fall von Vandalismus sorgte zuletzt für Entrüstung in Deutschlandsberg. Derzeit noch unbekannte Täter haben drei hölzerne, etwa 200 Jahre alte Heiligenfiguren der Kreuzigungsgruppe von der Außenseite der Pfarrkirche gerissen und schwer beschädigt. Nun hat die Pfarre einen Schaden in fünfstelliger Höhe zu begleichen – ein finanzieller Kraftakt, zumal die Figuren erst vor wenigen Jahren um knapp 10.000 Euro restauriert wurden. Ein ähnlicher Fall war im Winter in Graz-Karlau zu beklagen: Da wurden wertvolle Fenster zerstört und Gemälde beschädigt; der Schaden lag im mittleren fünfstelligen Bereich.
In den Pfarrgemeinden ist man nach wie vor aufgebracht über die Zerstörungen an den Kirchen. Warum macht man so etwas? Warum diese Zerstörungswut? Diese Fragen sind in den Gemeinden nach wie vor präsent. In Graz-Karlau wurden die Schäden inzwischen behoben. Der Täter wurde geschnappt, eine Gerichtsverhandlung fand bereits statt. In Deutschlandsberg dauert die Reparatur noch, man hat aber bereits Maßnahmen eingeleitet, so Christoph Paar, Handlungsbevollmächtigter im Seelsorgeraum Schilcherland.
Gott sei Dank kommen derartig arge Vandalenakte nur sehr selten vor, weiß Martin Halmer, Ökonom der Diözese Graz-Seckau. „Bei den wenigen Zerstörungen, die wir registriert haben, handelt es sich um Taten von geistig verwirrten Personen“, ergänzt Diözesankonservator Heimo Kaindl. Nicht immer reicht die Versicherung zum Beheben der Schäden. In Deutschlandsberg etwa hat man eine Spendenaktion gestartet. In schweren Fällen wie den hier genannten unterstützt die Diözese die betroffenen Pfarren. Zudem fordert man diese Gelder von den Tätern zurück, denn die Wahrscheinlichkeit, ausgeforscht zu werden, ist beträchtlich: „Viele unserer kirchlichen Objekte sind unauffällig mit Kameras geschützt“, so Ökonom Halmer.
Thomas Stanzer