Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Rupert Kroisleitner wurde 1939 im steirischen Wenigzell geboren und studierte nach der Matura Theologie in Innsbruck und Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien. Zudem trat er in das Augustiner-Chorherrenstiftes Vorau ein.
Am 3. Juli 1966 wurde Rupert Kroisleitner zum Priester geweiht und am 16. Juli 1970 zum 54. Propst des Stiftes Vorau gewählt, ein Amt, das er bis 2000 ausübte. Unter Propst Ruperts Leitung wurde das gesamte Stift renoviert, ein neues Verwaltungsgebäude erbaut, ein Bildungshaus eingerichtet sowie die wirtschaftlichen Ressourcen in der Land- und Forstwirtschaft neu geordnet. Nachdem er 2002 zum Stiftsdechanten ernannt worden war, war er Mitglied im Konsistorium der Diözese Graz-Seckau, Vorsitzender der steirischen Ordenskonferenz und im Vorstand der Österreichischen Superiorenkonferenz.
2003 war er gemeinsam mit Erzabt Edmund Wagenhofer OSB Apostolischer Visitator des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes Geras, da Abt Joachim Angerer vorgeworfen wurde, das Stift Geras durch großzügige Renovierungen in die Überschuldung geführt zu haben.
Prälat Kroisleitner war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.
“Rupert Kroisleitner war nicht nur jahrzehntelang als Propst von Vorau prägend für das Leben der Chorherren in der Steiermark und für die Pfarren im Umfeld des Stiftes, er war auch ein begehrter Berater in vielen Fragen des kirchlichen Lebens in der Steiermark und in Österreich. Er war als beliebter Priester und immer am Puls der Zeit. Er möge in Gott das Leben finden, das er als Priester vielen verkündet hat”, so der traurige Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.
Thomas Stanzer