© Foto: Alois Ruhri

Foto: Alois Ruhri

Neues rund ums alte Schriftgut

Auf Schloss Seggau fand vergangene Woche die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Diözesanarchive statt.

Alljährlich treffen sich Vertreter der österreichischen Diözesanarchive zu einem dreitägigen Informations- und Ideenaustausch. Organisator und Veranstalter der heurigen Jahrestagung war das Grazer Diözesanarchiv. Beim heurigen Treffen, das vom 14.-16. Juni angesetzt war, standen Beratungen über kirchengeschichtliche Forschungsvorhaben auf der Tagesordnung.

Unter anderem wollen sich die Diözesanarchivare im Rahmen des großen universitären Forschungsprojektes „Papst Pius XI. und Österreich“ speziell der „Ad-limina-Berichte“ (Situationsberichte der Diözesen an den Heiligen Stuhl) zur Zeit Pius XI (1922 – 1939) annehmen.

Sorge um Sicherung des diözesanen Schriftgutes

Ein ganz wichtiger Programmpunkt sind alljährlich die Arbeitsberichte der Diözesanarchive. Es zeigt sich dabei immer wieder, dass es in den einzelnen Diözesen durchaus unterschiedliche Entwicklungen, Erfolge und Probleme gibt, allen gemeinsam ist aber die Sorge um die Sicherung des diözesanen Schriftgutes im Interesse der Rechtssicherung der Diözesen einerseits und der historischen Forschung anderseits.

Dazu kommt zunehmend die Sorge um die Langzeitsicherung von elektronischen Daten: Die Mitarbeiter der Archive sind herausgefordert bei den Diözesanleitungen entsprechendes Problembewusstsein zu schaffen.

Projekt "Matriken digital"

Bei ihrem Exkursionstag besuchten die Tagesteilnehmer das Diözesanmuseum, das Grazer Diözesanarchiv und das Steiermärkische Landesarchiv. Im Diözesanmuseum stand eine Führung durch die Ausstellung „Heilige in Europa“ auf dem Programm. Im Diözesanarchiv wurde das seit September 2010 laufende Projekt „Matriken Digital“ vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein von der EU und vom Land Steiermark finanziertes Projekt der Diözesen Graz und Maribor, dessen Ziel die Digitalisierung der Altmatriken von deren Anfängen bis 1938 ist. Im Landesarchiv standen nach einem allgemeinen Informationsaustausch mit Direktorstellvertreter Gernot Obersteiner Führungen durch die Fotoausstellung „Ein. Blick“, durch die Restaurierwerkstätte und durch die Buchbinderei am Programm.

Mit Freude nahmen die Tagungsteilnehmer das Interesse von Herrn Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari an der Tagung zur Kenntnis. Mit ihm wurde Gottesdienst gefeiert und ein gemeinsames Frühstück bot die Möglichkeit zum Gespräch.

Alois Ruhri

DIÖZESANARCHIV

Das Archiv verwaltet Urkunden und wichtige Schriftstücke des Ordinariates einschließlich der von den Ämtern zur Aufbewahrung übergebenen Akten. Das Archiv ist nicht nur eine wichtige Anlaufstelle für die Familienforschung, sondern auch eine Forschungsstätte für Diözesan- und Ortsgeschichte.

Öffnungszeiten:

Mo geschlossen,
Di - Fr: 8:00 - 12:00 Uhr
Do: 8:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 19:00 Uhr
(in den Sommerferien DO nur bis 16:00 Uhr)