Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos
Verhältnismäßig spät, erst zu Beginn der Volksschule, habe ich meinen ersten Urlaub am Meer gemacht. Dabei war es für mich ziemlich überraschend, als ich beim Plantschen merkte, wie salzig das Meerwasser dabei war. Seit diesen ersten Erfahrungen als Kind, schaue ich, dass ich jedes Jahr zumindest einmal ans Meer komme. Allein der Blick auf den schier unendlichen Horizont hat eine beruhigende Wirkung und geht einher mit einem schönen Erholungsgefühl.
Wasser ist lebensnotwendig, dient zugleich der Erfrischung und steht – etwa mit Blick auf das Meer – für Weite:
Was ist das in meinem Leben, was mich wie ein Schluck Wasser erfrischt? Wo weitet sich gerade mein Horizont? Vielleicht ist da ja der eine oder andere Gedanke dabei, dem es nachzugehen lohnt, wenn ihr im Urlaub im Meer plantscht oder in die Weite des Horizonts blickt.
In vielen Religionen spielt Wasser eine sehr wichtige, grundlegende Rolle. So steht Wasser als Urelement am Anfang der Erzählungen von der Erschaffung der Welt in der Bibel. Diese darin thematisierte Lebensnotwendigkeit zeigt sich auch beim Auszug Israels aus Ägypten, als Gott sein Volk dem Text nach mit Wasser aus dem Felsen tränkt. Im Neuen Testament wird Wasser auch als Quelle des ewigen Lebens bezeichnet. Die Bedeutung des Wassers spiegelt sich in weiterer Folge auch in Ritualen wider: Etwa in der Taufe oder in Segensgesten im Alltag: So hat uns unsere Mutter vor einem Reiseantritt stets mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.
Welche Bedeutung hat Wasser in meinem Leben? Was verbinde ich damit? Wasser als Lebensnotwendigkeit – eine Erkenntnis, die man in der Bibel und in anderen religiösen Schriften nachlesen kann, die wir aber viel mehr Tag für Tag in unserem Alltag erfahren dürfen.
Fast Drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Auch wenn lediglich ein kleiner Teil davon trinkbares Süßwasser ist, könnten damit bis zu 20 Milliarden Menschen mit Trinkwasser versorgt werden. Tatsächlich leben jedoch mehr als 2 Milliarden Menschen ohne sichere Wasserversorgung.
Lange galt Wasser in unseren Breiten als schier unerschöpfliches Gut. Doch zeigten die letzten Hitzewochen mit fehlendem Niederschlag klar auf, dass auch bei uns eine sichere Wasserversorgung offensichtlich keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Kein Wunder, dass vielfach auch schon zum Wassersparen aufgerufen wird. Doch wie schaffe ich persönlich einen verantwortlichen Umgang mit diesem knappen Gut Wasser? Welchen Beitrag kann man leisten die Klimakrise auf unserem Planeten zumindest ein stückweit zu lindern? Fragen, die sich uns bei unserem Wasserverbrauch stellen, besonders für jene, die wir zu den 74 % der Weltbevölkerung gehören, die Zugang zu Trinkwasser haben.
Es war im Juli 2006 als ich Freikarten für ein Konzert der Band „The Frames“ im Grazer Orpheum erhalten habe. Nichts ahnend, was mich an jenem Abend erwarten würde, war ich total begeistert von der Energie, welche der Sänger Glen Hansard ausstrahlte sowie von der Dynamik der Songs. 20 Jahre später durfte ich den irischen Songwriter bei einem Konzert in Dublin Anfang Juli nochmals erleben, ehe er vor ein paar Wochen bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
Immer wieder ist in den Songs von Glen Hansard auch von Wasser die Rede, durchaus in differenzierter Form. Wasser steht für Veränderungen, für das Durchtauchen durch schwere Zeiten: So heißt es in seinem „Song of Good hope“: „We're gonna make it cross this river alive You need to think like a boat And go with the tide“
Zeiten von Ebbe und Flut kennen wir wohl auch aus unserem Leben? Wo spüre ich zur Zeit Bewegung? Wo gehen bei mir vielleicht die Wogen hoch? Am Ende des Songs heißt es: „May the song of good hope, walk with you through everything“ Ein schöner Wunsch, nicht nur für Fans von Glen Hansard, wie ich es seit 20 Jahren bin.