Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der an der Wiener katholisch-theologischen Fakultät lehrende Professor für Dogmatik hat kurz vor der von Rom unerlaubten Weihe neuer Bischöfe durch die Piusbruderschaft einen interessanten und äußerst lesenswerte Beitrag zu den Fragen rund um diese, von Erzbischof Marcel-François Joseph Marie Lefebvre gegründete Bruderschaft herausgebracht. In "5 Akten" schildert Tück eindrucksvoll die Person Lefebvre, die Fragen rund um die Gründung der Bruderschaft und damit das Zweite Vatikanische Konzil, die Geschichte der Päpste in Auseinandersetzung mit den Meinungen des Erzbischofs und der Bruderschaft Pius X., die einzelnen Streitpunkte mit Lehrmeinungen des Konzils, das Papst Leo XIV. erst jüngst als "Leitstern" für die Kirchenentwicklung bezeichnet hat und mögliche Szenarien im Dialog, der von den Leitenden der Bruderschaft bis heute eigentlich verweigert wird, wiewohl sie sich - ganz "postmodern" - gleichzeitig dem Papst ergeben zu sein darstellen, wiewohl sie ihm nicht gehorchen. Innere Widersprüche der Protagonisten auf Seiten der Bruderschaft werden minutiös von Tück aufgezeigt, der freilich auch so manchen Schwachstellen in Texten des Konzils Beachtung schenkt, um eine differenzierte Sichtweise zu ermöglichen, die - der Titel lässt es ahnen - für Tück eindeutig ausfällt.
Mag. Dr. Wilhelm Krautwaschl