Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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1. Ich habe vor einiger Zeit die Wortherkunft des Begriffs "Mesner" im Internet gesucht. Ich staunte nicht schlecht: Es kommt vom Lateinischen "mansio" und bedeutet Haus [denken wir nur an die Sternsinger, die landauf, -ab "Christus mansionem benedicat" an die Türen schreiben]. Mesner steht also für "Hüter des Hauses". So kam dieses Wort ins Deutsche. Auch der Begriff "Küster" - herkommend von "custos" - der Ihren Dienst in anderen Gegenden mit deutscher Sprache zum Ausdruck bringt, drückt dasselbe aus: Sie sind Hüter des Heiligtums, Hüter und Wächter von Kirchengebäuden. Jene, die heute ihr Zeugnis nach dem Kurs erhalten, werden in ihrer Ausbildung Aspekte davon gehört und gelernt haben, ist doch Ihr Dienst ein reichhaltiger, ein vielfältiger, ein wichtiger.
2. Mit Ihrer Arbeit hüten Sie das "Geheimnis des Glaubens", das wir in Kirchen und Kapellen in verschiedenen Formen von Gottesdiensten feiern. Sie tun es, indem Sie alles daran setzen, dass die Mitfeiernden "wie von selbst" erkennen, dass beim Zusammenkommen der Feiergemeinde Christus der Herr als der eigentliche Leiter der Liturgie erkannt wird. Nichts soll dies stören. Gerade deswegen werden etwa Am-bo und Altar entsprechend geschmückt, werden Kerzen angezündet usw. Was auch immer für die Feier eines Sakramentes notwendig ist: Jeder Handgriff, den Sie setzen, dient Ihm, Jesus, und soll ermöglichen, dass die Menschen sich auf Jesus verwiesen und Ihn als Vorbild erfahren. Denn - um die Lesung des heutigen Tages in Erinnerung zu rufen - "durch die Kirche [soll jetzt] die vielfältige Weisheit Gottes kundgetan werden". Alle Geräte sollen in "edler Einfachheit" aufgrund ihrer Verwendung deutlich machen, dass wir etwas ganz und gar Besonderes tun, wenn wir unseren Glauben bekennen und feiern.
3. Anders ausgedrückt: Ihr Dienst, ob werktags oder sonntags, bei einem Begräbnis genauso wie bei einer Taufe, hilft mit, dass die Feiernden den in ihre Mitte kommenden Herrn so gut wie möglich wahrneh-men. - Gerade weil wir in einer Gesellschaft leben, die sehr von Bildern lebt, sind Gewänder, ist der Zustand der Bücher, die Ordnung in Sakristei und im Kirchenraum - von den Bänken bis zum Tabernakel - wichtig, denn all das hilft, den auferstandenen Herrn zu entdecken, der mit uns das Brot teilt, der tauft, der salbt, der uns anredet, der uns in vielen Gestalten entgegentreten möchte.
4. Daher kann Ihnen nicht oft genug gedankt werden - nicht nur, weil viele von Ihnen dies freiwillig und damit als Ehrenamt tun. Ein herzliches "Vergelt’s Gott" für Ihre Dienste. Ergänzen möchte ich: Sehen Sie Ihren Einsatz nicht nur als Dienst, sondern nutzen Sie Ihren 'heiligen Dienst' auch dazu, sich selbst immer mehr in die Geheimnisse unseres Glaubens zu vertiefen. Immerhin "legen Sie Hand an das Heilige" - und das prägt sicher Ihr Leben, nicht nur in der Kirche, sondern auch im Alltag.
Gott schütze und begleite Sie!