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Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz hat nach mehreren Jahren Planung und Bautätigkeit erstmals sämtliche medizinischen Fachbereiche des Krankenhauses an einem Standort in der Elisabethinergasse vereint. Mit dem Neu- und Zubau, der am Freitag feierlich eröffnet wurde, stehen 222 statt bisher 187 Betten sowie ambulante und tagesklinische Angebote zur Verfügung, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Die Elisabethinen hätten damit "auf die sich verändernden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung" reagiert, insbesondere auf die demografische Entwicklung sowie die zunehmende Bedeutung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen.
"Wir schaffen vor allem neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen können noch enger ineinandergreifen", so Geschäftsführer Christian Lagger.
Gemeinsam bilden Alt- und Neubau nun ein Krankenhaus mit rund 36.000 Quadratmetern Fläche. Mit der Zusammenführung der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin an einem Standort wolle man die Zusammenarbeit weiter stärken, so das Ordensspital. Weiters gibt es ambulante und tagesklinische Einrichtungen, eine Notaufnahme, ein interprofessionelles Therapiezentrum sowie Diagnose- und Behandlungsbereiche.
Eine besondere Bedeutung kommt der Alterspsychiatrie zu, wofür 75 Betten vorgesehen sind. Da gerade bei älteren Menschen körperliche, neurologische, psychische und soziale Faktoren häufig ineinandergreifen, würde die räumliche Nähe der unterschiedlichen Fachrichtungen eine Versorgung und den interprofessionellen Austausch erleichtern, hieß es.
Nach Angaben des Krankenhauses wurden auch architektonisch neue Wege eingeschlagen. Als erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise in Österreich habe man "besondere Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und therapeutische Architektur" setzen wollen. Der Neubau verbinde damit eine jahrhundertelange Tradition der Elisabethinen mit den Anforderungen moderner Medizin und Pflege. Es sei damit eine nachhaltige "elisabethinisch-franziskanische" Architektur.
Der Umzug wie Neubau erfolgten bei laufendem Betrieb. Über mehrere Jahre mussten Bauabschnitte, Raumrochaden, technische Arbeiten und Übersiedelungen so koordiniert werden, dass die medizinische Versorgung durchgehend aufrechterhalten werden konnte, informierte das Krankenhaus.
Thomas Stanzer
Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz wurde samt Kloster am 11. August 1693 gegründet - gestiftet von Maria Theresia Gräfin von Wagensperg. Es ist ein öffentliches, gemeinnütziges Ordenskrankenhaus und Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Graz. Es bietet Leistungen in den Bereichen Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Palliativ- und Hospizmedizin sowie Alters- und Schmerzmedizin.
Infos: www.elisabethinen.at