Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Eine besondere Ehre wurde dem ehemaligen steirischen Caritas-Direktor und Präsident der Caritas Österreich Franz Küberl zuteil. Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl überreichte ihm am Samstag, 3. Oktober 2026, in Seggauberg den päpstlichen Orden „Ordine Commendatore di San Gregorio Magno“; eine der höchsten Auszeichnungen aus dem Vatikan. Der 1956 geborene Küberl bekam den Orden nicht zuletzt für sein enormes Engagement rund um die Sanierung der Basilika Mariatrost in Graz.
Letzteren Aspekt betonte der Mariatroster Pfarrer Dietmar Grünwald in seiner Laudatio: “Es gibt Menschen, die Mariatrost besuchen. Es gibt Menschen, die Mariatrost lieben. Und dann gibt es Menschen, denen es wichtig ist, dass ein solcher Ort wie die Basilika auch für kommende Generationen erhalten bleibt. Lieber Franz, Du gehörst zu diesen Menschen. Als Obmann des Vereins Freunde und Förderer der Basilika Mariatrost widmest Du Dich mit großem Engagement dem Erhalt der Basilika. Dein Engagement für die Basilika steht für etwas, das Dein ganzes Leben prägt: Gelebter Glaube, soziale Verantwortung, Beharrlichkeit, Menschlichkeit und eine bemerkenswerte Fähigkeit, Menschen für eine Sache zu gewinnen. Ich möchte Dir danken für dein Engagement, Deine Zeit und Dein Da-Sein. Wir empfinden es als eine besondere Ehre, dass es in Mariatrost nicht nur eine „Basilika minor“ gibt, eine Kirche mit Sonderstellung, besonders durch die enge Bindung an den Heiligen Stuhl, sondern dass Mariatrost jetzt auch einen päpstlichen Ritter hat.”
Die steirische Caritas-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler – sie ist ebenso, wie es Franz Küberl war, auch österreichische Caritas-Präsidentin - betonte den Bezug zur Caritas und zu ihrem eigenen Werdegang: “Wir sind beide im selben Alter zum Direktor/zur Direktorin bzw. Präsidenten/Präsidentin der Caritas ernannt worden.” Verweisend auf den Kompass, den Küberl seinem Nachfolger als Präsident der Caritas Österreich, Michael Landau, geschenkt hat, sagte sie: “Ein Kompass zeigt nicht den einfachsten Weg. Er zeigt die Richtung. Auch dein Lebenskompass war nie auf den einfachsten Weg ausgerichtet. Die Richtung wurde immer bestimmt durch zwei Fixpunkte: Durch Gott und den Menschen. Du hast früher als andere dort hingeschaut, wo viele lieber nicht hinsehen. Und Du hast laut und deutlich ausgesprochen, was andere lieber überhört hätten, worüber zu schweigen aber unmöglich gewesen wäre. Du hast sie verkörpert. Für viele Menschen warst und bist du bis heute DIE Caritas. Danke für Deinen Mut, Deine Klarheit und Menschlichkeit. Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz für Menschen, die sonst oft übersehen werden. Danke für Deine Freundschaft.”
Der Geehrte meinte, er wäre anlässlich der Information über diese Auszeichnung fast vom sprichwörtlichen Stockerl gefallen. “So eine hohe Auszeichnung zu bekommen, war ja für mich in meinem Lebensbuch nicht vorgesehen. Im zweiten Moment habe ich mich sehr geehrt gefühlt”, so Küberl, wissend, dass unter den vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern viele diese Auszeichnung verdient hätten. “Ich stehe voller Dankbarkeit vor Euch. Dankbar allen Mitarbeitenden, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Dankbar den Menschen in Not, denen ich begegnet bin und von denen ich viel gelernt habe. Dankbar den vielen Menschen, denen ich am Marktplatz des Lebens begegnet bin. Dankbar meinen Freunden, vor allem aber meiner Frau und unseren beiden Söhnen, die so manches mit mir und ohne mich aushalten mussten, aber enorme Stütze waren und sind”, so Franz Küberl.
Thomas Stanzer
Der Gregoriusorden wurde am 1. September 1831 von Papst Gregor XVI. gestiftet. Der Ritterorden ist eine der höchsten Auszeichnungen, die der Papst an Laien verleiht. Seinen Namen erhielt er nach Papst Gregor I. dem Großen (Papst von 590 bis 604). Papst Johannes Paul II. erneuerte am 2. Juni 1993 den Orden; seitdem wird der Orden auch an Frauen verliehen. Der Orden zeigt das Bild Gregors des Großen mit einer Taube. In der Rangordnung der päpstlichen Verdienstorden und Ehrenzeichen steht der Gregoriusorden an 4. Stelle.