Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die Österreichische Bischofskonferenz hat Erzbischof Franz Lackner erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der gebürtige Steirer steht seit Juni 2020 an der Spitze der Bischofskonferenz, seine Wiederwahl erfolgte am Dienstag turnusgemäß im Rahmen der Vollversammlung der Bischöfe in Mariazell. Zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz wurde auch wieder der Linzer Bischof Manfred Scheuer gewählt. Das wiedergewählte Führungsduo Lackner-Scheuer steht somit für die nächsten sechs Jahre an der Spitze des heimischen Episkopats.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist kirchenrechtlich gesehen kein "Oberbischof" und hat daher auch keine Befugnisse, in die sehr umfassenden Kompetenz der Diözesanbischöfe einzugreifen. Formal ist er nur ein auf sechs Jahre gewählter Vorsitzender eines Gremiums, das relativ wenige Eigenkompetenzen hat. Freiwillig und somit einstimmig können die Diözesanbischöfe jedoch die Themenbereiche ausdehnen, die sie österreichweit verbindlich regeln wollen, was auch immer wieder geschieht.
Der Vorsitzende leitet laut Statut die Vollversammlung der Bischofskonferenz, die er zuvor einberufen und mit Unterstützung des Generalsekretärs vorbereitet hat. Seine Aufgabe ist nach innen mehr die eines Moderators unter den Bischöfen, gleichzeitig ist er nach außen Stimme und Gesicht des österreichischen Episkopats. Weil zu seinen Kompetenzen auch die Beziehungen zwischen Kirche und Staat gehören, hat der jeweilige Vorsitzende der Bischofskonferenz real ein großes Gewicht in der österreichischen Kirche.
Quelle: Kathpress, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Die österreichische Bischofskonferenz ist das gemeinsame Leitungsgremium der katholischen Kirche in Österreich. In ihr arbeiten alle Diözesan- und Weihbischöfe zusammen, um kirchliche Aufgaben zu koordinieren und einheitliche Richtlinien für Seelsorge, Bildung und gesellschaftliches Engagement zu entwickeln. Sie vertritt die Kirche gegenüber Staat und Öffentlichkeit, berät über aktuelle Fragen des Glaubens und der Gesellschaft und sorgt für ein abgestimmtes Auftreten der Diözesen.
Als Metropolit steht Erzbischof Lackner (69) an der Spitze der Salzburger Kirchenprovinz, zu der die westösterreichischen Diözesen Feldkirch, Innsbruck, Gurk-Klagenfurt, Graz-Seckau und die Erzdiözese Salzburg gehören. Im März 2015 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt, am 16. Juni 2020 erfolgte seine Wahl zum Vorsitzenden als Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn. In der Bischofskonferenz ist Lackner derzeit zusätzlich für die Bereiche Medien, Synodalität und für die Universitäten sowie Theologischen Fakultäten und Hochschulen zuständig. Er ist auch Mitglied der Glaubenskommission und der Finanzkommission der Bischofskonferenz sowie der Bischöflichen Kommission Gesellschaft und Soziales.
Bischof Manfred Scheuer (70) wurde erstmals am 16. Juni 2020 zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt. In der Bischofskonferenz war Scheuer lange für die Ökumene und die Kontakte zum Judentum verantwortlich. Seit März ist er für den Bereich Weltkirche und die zahlreichen Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit zuständig. Er ist Mitglied der Glaubenskommission der Bischofskonferenz, der Bischöfliche Kommission Ökumene und Weltkirche sowie für das Mauthausen Komitee und das Studentenförderungswerk "Pro Scientia" zuständig. Scheuer war von 2003 bis 2015 Bischof von Innsbruck, seither ist er Bischof der Diözese Linz.