Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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I.
Spätabends mit kurzer Hose und Trägerleiber draußen sitzen oder noch eine Runde mit dem Hund gehen – einfach die laue Abendluft genießen. Ich bin ein Sommermensch. Ich hobs gern worm!
Aber alles hat Grenzen. Bei stickiger Luft und 28 Grad oder mehr im Büro hocken, auf das in der prallen Sonne geparkte Fahrrad steigen – oder schlimmer noch in ein Auto… oder wenn im Zug die Klimaanlage schwächelt und der Innenraum zur Sauna wird… das sind die uncharmanten Seiten vom Sommer.
Dieser Tage wird ist es wieder besonders heiß – schauen wir daher gut auf uns – aber auch auf unsere Mitmenschen, auf NachbarInnen, ältere Verwandte, FreundInnen die vielleicht krank sind, Hilfe brauchen.
Bleiben wir cool – miteinander
Katharina Grager
Katholische Kirche
II.
Wenn es über Nacht einen halben Meter Schnee herunterlässt und ich mit dem Auto nicht vor die Tür komme. Wenn Glatteis angesagt ist und Wetter- und Verkehrswarnungen ausgegeben wurden – dann sag ich Termine ab, oder versuch sie zu verschieben, oder online per Videokonferenz und im Homeoffice zu arbeiten. Schnee und Eis sind anerkannte „Naturgewalten“ und ihr Gefahrenpotential leuchtet den meisten ein.
Aber auch übermäßige Hitze ist eine Gefahr. Menschen in südlichen Ländern haben ihren Lebensstil an die Hitze angepasst. Frühmorgens und spätabends pulsiert dort das Leben. Über Mittag und in den größten Hitzestunden ist Pause. Davon sollten wir uns ein Scheibchen abschneiden.
Vor Erfrierungen wissen wir im Alpenraum, dass wir uns schützen müssen. Über den Schutz vor Hitze lernen wir in Mitteleuropa erst nach und nach. Es scheint unsere neue Realität zu werden, an die wir uns in gewisser Weise gewöhnen müssen.
Bleiben wir cool – miteinander!
Katharina Grager
Katholische Kirche
III.
Die Kollegin sitzt mit einem feuchten Handtuch im Nacken im Büro. Die Füße hält sie in ein Schaffel – eine Schüssel mit kühlem Wasser. Daneben läuft ein Ventilator. Der Chef bringt Eislutscher. Wir müssen produzieren – es ist Dienstag und heute geht unsere wöchentlich erscheinende Kirchenzeitung in den Druck. Ein bisschen müssen wir noch durchhalten, bis alle Texte im Layout sitzen und alle Korrekturen erledigt sind.
Es ist die zweite Hitzewelle in diesem Jahr. Büros, aber auch Wohnungen, haben sich auf unangenehme Temperaturen erwärmt. Kaum ein Lüftchen bewegt sich. Trotzdem müssen weitermachen. Hitzefrei ist leider in kaum einem Beruf möglich. Und auch nicht überall ist der Luxus von Klimaanlagen vorhanden.
Wir versuchen „cool zu bleiben“ – Abkühlung auf unterschiedliche Arten – nasses Handtuch, Wanne mit kaltem Wasser, kühle Getränke und Speisen … bleibt auch ihr „cool“ und achtet gut auf euch und Menschen in eurer Umgebung!
Katharina Grager
Katholische Kirche
IV.
Wenn mir kalt ist, dann ziehe ich noch einen Pullover und dickere Socken an, wickle mich in eine Decke oder drehe – im besten Fall – einfach die Heizung auf und alles ist gut. Mit Kälte können wir in Österreich gut umgehen. Auch wenn die Winter in den letzten Jahrzehnten überwiegend milder geworden sind.
Dafür haben wir mehr heiße Sommer. Wenn ich zurückdenke, war ein Tag mit 30 Grad in meiner Kindheit ein heißer Tag. Heute – mitten in der zweiten Hitzewelle dieses Jahres – wünsche ich mir die letzte Woche zurück, wo es tagsüber „nur“ 30 Grad hatte.
Auf der Erde wird es wärmer. Das ist wissenschaftlich belegt. Die Menschheit hat seit der Industrialisierung immer mehr Emissionen verursacht – sozusagen „heiße Luft“ produziert… wir haben der Erde eingeheizt. Ein Umkehren scheint schwierig bis unmöglich…
Wie man da cool bleiben soll, das frag ich mich schon manchmal.
Katharina Grager
Katholische Kirche