Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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1. Erneut hat Papst Leo die Christenheit der Welt zum Gebet um den Frieden aufgerufen. Aus dem Vertrauen, das Gott alles zutraut, weil: "Krieg trennt, die Hoffnung [aber] verbindet"1. Und aus dieser Hoffnung heraus, die wir Christen weltweit leben, beten wir: "Denn aus Ihm und durch Ihn und auf Ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!" Und daher: Blicken wir auf aus den vielen Finsternissen dieser Welt, erheben wir unsere Augen zu Ihm, dem lebendigen Gott, und trauen wir Ihm zu, jenes Leben auch uns im Heute zu geben. Ein Leben in Frieden. Vertrauen wir darauf und leben wir daraus!
2. "Das Gebet lehrt uns zu handeln. Die begrenzten menschlichen Möglichkeiten verbinden sich im Gebet mit den unendlichen Möglichkeiten Gottes. Gedanken, Worte und Taten sprengen so die teuflische Fessel des Bösen und stellen sich in den Dienst des Reiches Gottes. Eines Reiches, in dem es weder Schwerter noch Drohnen, weder Rache noch Verharmlosung des Bösen und auch keinen ungerechten Gewinn gibt, sondern allein Würde, Verständnis und Vergebung"2, so die Worte von Papst Leo, "wer betet, ist sich seiner Grenzen bewusst, er tötet nicht und droht nicht mit dem Tod."3
3. Halten wir daher auch in unserer Diözese, hier in der ersten Kirche unserer Heimat inne und verbünden wir uns im Gedenken und im Bitten um den Frieden in der Welt, unserem gemeinsamen Haus, in dem wir als Menschheit leben. Ob es um den Frieden vor unserer Haustür, in der Ukraine geht, oder jenen, im Nahen Osten und damit in jener Weltgegend, in der unser Herr lebte; ob es die Bitte um Frieden für den Sudan, Myanmar oder Syrien, Somalia, den Kongo oder wo auch immer ist. Denn damit stimmen wir alle ein in den Rhythmus und damit das Leben, das unser Gott in diese Welt eingebettet und zu dem er sein "Ja" von Anfang an gesagt hat.
4. Schließen wir uns den Worten von Papst Leo an: "Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!"4 Und machen wir selbst uns auf, jede und jeder in seinem Lebensbereich, Taten und Worte des Friedens zu setzen, damit das Miteinander gelebt werden kann - in der analogen wie auch der virtuellen Welt. "Bekehren wir uns zu einem Reich des Friedens, an dem Tag für Tag in den Häusern, in den Schulen, in den Stadtvierteln, in den zivilen und religiösen Gemeinschaften gebaut wird, indem wir durch Freundschaft und durch eine Kultur der Begegnung der Polemik und der Resignation den Boden entziehen. Lasst uns wieder an die Liebe [und] an Mäßigung [...] glauben. Bilden wir uns entsprechend und bringen wir uns persönlich ein, jeder entsprechend seiner Berufung. Ein jeder hat seinen Platz im Mosaik des Friedens!"5 Damit der Dienst am Leben siegt.
Anmerkungen 1-5:
Betrachtung des Heiligen Vaters Leo XIV. bei der Gebetsvigil für den Frieden am 11.4.2026 [https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260411-rosario-pace.html] (abgerufen am 28.5.2026)