Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der 11. Juli 2026 war für die oststeirische Gemeinde St. Anna am Aigen ein besonderer Tag. An diesem war der Salzburger Erzbischof Franz Lackner nicht nur, wie so oft, zu Gast in seiner Heimatgemeinde, sondern feierte zudem seinen 70. Geburtstag. Um 9.45 Uhr ging es am Hauptplatz los: Die Feuerwehr stand Spalier, die Blasmusik spielte und unzählige Menschen von Nah und Fern waren zur heiligen Messe in der Pfarrkirche gekommen, um “ihrem” Erzbischof zu gratulieren. Dieser war sichtlich gerührt: “Diese Feier braucht den Vergleich mit Salzburg nicht zu scheuen. Ich danke Gott, dass er mich erschaffen hat, denn das Leben ist eine göttliche Gabe und ein Geschenkt und nicht selbstverständlich. Und ich danke ihm, dass er mich hier erschaffen hat, in diesem steirischen Bethlehem. Liebe Heimatgemeinde, danke für diese Feier.” Und er gab den Mitfeiernden einen Rat mit: “Geben wir Gott eine Chance in dieser schwierigen Zeit.”
Dem Geburtstagskind wurde reichlich gehuldigt. Ex-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wünschte in einer launigen und berührenden Rede ein erfülltes weiteres Leben und “dass Du die Freude und den Mut für Dein Amt nicht verlierst. Gott möge Dich beschützen, denn wir sind froh, dass es Dich gibt”. Die Freude der Marktgemeinde St. Anna über ihren bischöflichen Ehrenbürger offenbarte sich in einem besonderen Geschenk: Ein neuer Platz mitten im Ort wird demnächst “Erzbischof-Franz-Lackner-Platz” heißen, verbunden mit der Hoffnung, dass der Gewürdigte diesen Platz 2027 selbst einweihen wird.
Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl verwies in seiner Laudatio auf Erzbischof Lackners kirchliches Idol: „Bei den Feiern rund um Deinen Geburtstag wird sicher deutlich, wie sehr Gott mit Dir unterwegs war und nach wie vor ist. Was kein Wunder ist bei einem "Fan" und franziskanischem Nachfolger von Johannes Duns Scotus, der als höchstes Gut benannte, Gott zu lieben. Wer dies wie Du macht, darf sich Gottes Begleitung sicher sein.“ Auch er wünschte im Namen der Kirche von Graz-Seckau weiterhin Gottes Segen und viele segensreiche, weitere Jahre. Und überreichte dem bekennenden Sturm-Fan Lackner zusammen mit Sturm-Präsident Christian Jauk ein Sturm-Trainingsoutfit.
Der emeritierte steirische Diözesanbischof Egon Kapellari gratulierte per Brief. „Ich gratuliere von Herzen, weil unsere Lebenswege auf besondere Weise verbunden, ja verschränkt sind“, so Bischof Egon, der Franz Lackner 2002 zum Auxiliarbischof weihte. Den guten Wünschen schloss sich der steirische Weihbischof Johannes Freitag an: „Ich danke Erzbischof Franz, dass er seinen Wurzeln treu geblieben ist und den Menschen auf Augenhöhe und mit menschlichem Respekt begegnet – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Stand oder ihrer Bedeutung. Für die nächsten Lebensjahre wünsche ich ihm Pax et Bonum (Frieden und Gutes).“
Anton Lackner wurde am 14. Juli 1956 geboren; er stammt aus der südoststeirischen Gemeinde St. Anna am Aigen, wuchs in kleinbäuerlichen Verhältnissen auf und begann nach der Pflichtschule eine Lehre als Elektriker. Zweimal war er 1978/79 als UN-Soldat auf Zypern stationiert; dort fiel die Entscheidung für einen geistlichen Lebensweg. Er besuchte das humanistische Aufbaugymnasium in Horn, trat am 16. September 1984 ins Franziskanerkloster Reutte ein, wo er den Ordensnamen Franz annahm, und studierte Theologie an der päpstlichen Universität Antonianum des Franziskanerordens in Rom. Am 23. Juni 1991wurde er vom steirischen Diözesanbischof Johann Weber zum Priester und am 23. Oktober 2002 von Diözesanbischof Egon Kapellari zum Auxiliarbischof geweiht. Papst Franziskus ernannte ihn am 18. November 2013 zum Salzburger Erzbischof. Erzbischof Franz Lackner ist als Metropolit der Kirchenprovinz Salzburg auch für die Diözese Graz-Seckau verantwortlich. Seit 2020 ist er Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz.