Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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In der Diözese Cyangugu in Ruanda ist Edeltraud Schröttner eine Heldin. „Mehr als 800 Witwenhäuser, 20 Kirchen, unzählige Patenschaften für die Schulbildung von Kindern und die Ausbildung von Priestern und viele weitere Projekte zeugen von Ihrem unermüdlichen Einsatz“, beschreibt Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl die außergewöhnlichen Leistungen von Edeltraud Schröttner und „ihrem Arbeitskreis Weltkirche“ in der Pfarre Karlau.
„Andere zu unterstützen und für eine gerechte Verteilung der Güter einzutreten, war und ist Ihnen gleichsam Auftrag und Herzensanliegen“, so Bischof Wilhelm. Als Dank und Anerkennung für das „hoffentlich noch lange“ fortwährende Engagement und für das beeindruckende Wirken für Arme und Benachteiligte hat nun Papst Leo XIV. das Verdienstkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ an Edeltraud Schröttner verliehen; es ist das bedeutendste Ehrenzeichnen aus dem Vatikan. Am 25. Juni 2026 wurden Orden und Urkunde im Bischofshof überreicht.
Edeltraud Schröttner wurde am 8. Juni 1943 mitten in die Wirren des 2. Weltkrieges hineingeboren. Sie habe, so der Laudator Bischof Wilhelm, ebenso wie die Eltern und Geschwister Not und Hunger erleben müssen und auch aus dieser Erfahrung heraus ein weites Herz für die Nöte und Anliegen ihrer Mitmenschen entwickelt. Bischof Wilhelm: „Seit Jahrzehnten ist sie in der Pfarre Graz-Karlau aktiv und durch ihr Glaubenszeugnis sowie ihr gelebtes Gottvertrauen ein Vorbild für viele Menschen.“ Mehr als zwei Jahrzehnte besteht eine Partnerschaft zwischen der Pfarre Graz-Karlau und der Pfarrgemeinde Nyamasheke in Ruanda bzw. der Diözese Cyangugu. In diesen Jahrzehnten konnte Elisabeth Schröttner 5,5 Millionen Euro an Spendengeldern sammeln und Menschen aus Österreich zu ehrenamtlicher Arbeit in Ruanda motivieren.
Thomas Stanzer
Das beeindruckende Wirken von Edeltraud Schröttner ist in dem von Missio Österreich herausgegebenen Buch „Die Bettlerin Gottes“ beschrieben. In ihrem eigenen Buch „Rwanda Spur der Freude“ erzählt sie selbst vom „Wunder der Freundschaft“ und davon, was man alles schaffen kann, wenn man sich voll Freude und tiefem Gottvertrauen in den Dienst an den Mitmenschen stellt.