Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die „Lange Nacht der Kirchen“ in der Steiermark zieht eine sehr positive Bilanz. Schon am frühen Abend zog es mehrere tausend Besucherinnen und Besucher zu den rund 300 Angeboten in der Diözese Graz-Seckau unter dem Motto „MUTeinander“. „Das großartige Wetter, die Vielfalt und die Offenheit der Kirchen schaffen heute ein ganz besonderes Erlebnis. ‚MUTeinander‘ wird spürbar – in Gesprächen, in Musik und im gemeinsamen Erleben über Generationen hinweg. Wir freuen uns sehr über den starken Zuspruch in allen Regionen“, so Constanze Grininger-Ofner, Lange-Nacht-Projektkoordinatorin für die Steiermark.
Für Wilhelm Krautwaschl ist die lange Nacht der Kirchen eine Selbstverständlichkeit. „Die Kirche ist für die Menschen da. Da liegt es nahe, Kirchen und kirchliche Gebäude zu öffnen und zu zeigen, wie vielfältig Kirche ist. Und das alles in einem lockeren Rahmen“, so der steirische Diözesanbischof, der für drei Gästegruppen den Grazer Bischofshof öffnete. Dort waren unter anderem die bischöflichen Amtsräume und die ältesten Fresken von Graz zu sehen.
Im Bischöflichen Campus Augustinum in Graz begeistert das vielfältige Programm: Im KI-Workshop zum Thema „Wenn Mut zu Musik wird“ wurden persönliche Empfindungen mit Hilfe der KI zu Musik umgewandelt. Beim Konzert „Lean on me“ begeistern die Chöre des Bischöflichen Gymnasiums zusammen mit einem Partnerchor aus Salzburg mit ihrer Darbietung geistlicher und moderne Chormusik. Studierende des Kollegs für Elementarpädagogik zaubern bio-faire Cocktails mit „Spirit“.
In der Herz-Jesu-Kirche kamen besonders die kleinen Gäste auf ihre Kosten: Im neu geschaffenen Herzgarten hinter der Kirche gab es Lagerfeuer und Steckerlbrot und bei den Führungen „Türme, Glocken und Gewölbe“ war man unterwegs, wo man sonst nie hinkommt – auf dem höchsten Kirchturm der Steiermark. Toll war die Stimmung beim kirchlichen Pub-Quiz im Brunnenhof der Grazer Stadtpfarre – mit rauchenden Köpfen, Popcorn und Getränken.
Auch in den Regionen ist die Resonanz groß: In Öblarn im Ennstal wurde die Kirche zum (Orgel)kino und das Kaffeehaus zur Kirche. In Gleinstätten mussten die Gäste tatsächlich Mut beweisen – nämlich beim Besteigen und Abseilen vom Kirchturm. „Die Begeisterung war einmal mehr riesig. Vorbeikommen bei der langen Nacht zahlt sich jedenfalls aus“, so Programmreferentin Constanze Grininger-Ofner.