Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Ein festlich gestimmtes Publikum war zusammengekommen für die große Abschlussveranstaltung von Theolympia 2026. Im barocken Rahmen des Grazer Minoritensaals wurden die Gewinnerinnen und Gewinner sowie Finalistinnen und Finalisten der beiden Wettbewerbskategorien Foto und Essay geehrt und mit Preisen bedacht. Mit insgesamt 499 Einreichungen verzeichnet Theolympia heuer einen neuen Rekord – in beiden Kategorien wurden jeweils so viele Beiträge wie noch nie eingereicht. Die Hauptpreise gingen an Benedikt Kühnelt-Leddihn (16) aus Wien (Essay) sowie Anna Kainz (17) aus Bregenz (Foto).
Der Grazer Schulamtsleiter Walter Prügger, Vorstandsmitglied der Konferenz der Schulamtsleiter und -leiterinnen Österreichs, zeigte sich in seiner Begrüßung beeindruckt von der großen Resonanz auf Theolympia 2026. Die Einreichungen hätten mit "erfrischendem, kreativem und geistvollem Blick" auf das diesjährige Thema reagiert, so Prügger. Unter Bezugnahme auf den Benediktiner David Steindl-Rast betonte er zudem die enge Verbindung von Dankbarkeit und Lebensfreude sowie die Bedeutung von Beziehungen. Denn ein gelungenes Leben sei nur im Gleichgewicht zwischen Ich und Wir möglich. Es geht letztlich nach Prügger darum, das "Netzwerk zwischenmenschlicher Beziehungen" lebendig und kräftig zu erhalten, eingebettet in die allumfassende Beziehung zu Gott.
Zur Preisverleihung waren zahlreiche Ehrengäste geladen — darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Wissenschaft und dem Bildungsbereich. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte schließlich der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, der in der österreichischen Bischofskonferenz für das Thema Bildung verantwortlich zeichnet, den Teilnehmenden für ihr Engagement und die Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema "Dankbareit", da diese in der Gesellschaft zusehends verloren zu gehen scheine. Dabei gebe es "gerade in Österreich viele Gründe, dankbar zu sein" und ein sinnerfülltes Leben führen zu können, das von Gott getragen sei, betonte Bischof Wilhelm und appellierte: "Bewahrt Euch die Neugier und den reflektierten Blick auf die Welt. Seid mutig und fordernd und übernehmt Verantwortung für Euch, für Eure Nächsten und auch in der Gesellschaft. Und vertraut darauf, dass Ihr nie allein seid, denn Gott ist mit Euch."
Die Religionsolympiade Theolympia wird seit dem Schuljahr 2020/21 durchgeführt. Träger des Wettbewerbs ist die Konferenz der Schulamtsleiterinnen und Schulamtsleiter Österreichs (SALK). Der Wettbewerb schreibt ein Generalthema für zwei Disziplinen aus: Im Essaywettbewerb wird das Thema intellektuell-argumentativ beleuchtet. Beim Fotowettbewerb nähern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem jeweiligen Jahresthema kreativ-fotografisch an.
Theolympia findet in allen heimischen Diözesen sowie in Südtirol statt und ist offen für Schülerinnen und Schüler der Schulstufen neun bis 13, die den katholischen Religionsunterricht besuchen. Die Essays und Fotografien werden von Fachjurys aus Wissenschaft, Kunst und Journalistik begutachtet und nach Kriterien wie etwa Originalität und argumentativer Überzeugungskraft bewertet.
Infos: theolympia.at