Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Mit einem Aschermittwoch-Gottesdienst hat Leo XIV. die erste Fastenzeit seines Pontifikats begonnen. In der frühchristlichen Kirche Santa Sabina auf dem römischen Aventinhügel ließ er sich als Zeichen der Umkehr Asche aufs Haupt streuen und wiederholte diese Geste seinerseits bei zahlreichen Kardinälen, Geistlichen und Laien. Zuvor hatte er an der traditionellen Prozession von der Benediktinerkirche Sant'Anselmo nach Santa Sabina teilgenommen.
In seiner Aschermittwochpredigt rief er die Kirche auf, die derzeit in manchen Ländern beobachtete wachsende Zuwendung zu den Riten der Fastenzeit für die Verkündigung ihrer Botschaft zu nutzen. Die Kirche sei eine Gemeinschaft, die sich zu ihren Sünden bekenne.
Sie sei nicht "gelähmt, starr, sicher in den eigenen Positionen, sondern versammelt, um sich zu bewegen und zu verändern", erklärte der Papst. Weiter sagte er: "Wie selten findet man Erwachsene, die Reue zeigen, Menschen, Unternehmen und Institutionen, die zugeben, dass sie Fehler gemacht haben! Heute geht es für uns genau um diese Möglichkeit."
Es sei "kein Zufall, dass viele junge Menschen, auch in säkularisierten Umfeldern, sich mehr als früher der Bedeutung des Aschermittwochs bewusst sind. Denn gerade sie, die jungen Menschen, erkennen deutlich, dass eine gerechtere Lebensweise möglich ist und dass es Verantwortlichkeiten für das gibt, was in der Kirche und in der Welt nicht in Ordnung ist."
Die Kirche solle diese "missionarische Dimension der Fastenzeit wahrnehmen" und sich öffnen "für viele unruhige und gutwillige Menschen, die nach Wegen suchen, ihr Leben in der Perspektive des Reiches Gottes und seiner Gerechtigkeit wirklich zu erneuern". Die Fastenzeit rege zugleich die Kirche zu jener Umkehr an, die ihre Verkündigung glaubwürdiger mache.
Papst Leo XIV. stellte in seiner Predigt auch einen Zusammenhang zwischen dem Aschermittwoch-Ritual und dem gegenwärtigen Zustand der Welt her. Er sagte: "In der Asche auf unserem Haupt können wir die Last einer brennenden Welt spüren, ganzer Städte, die vom Krieg zerstört wurden: die Asche des Völkerrechts und der Gerechtigkeit zwischen den Völkern, die Asche ganzer Ökosysteme und der Eintracht unter den Menschen, die Asche des kritischen Denkens und alter lokaler Wissensschätze, die Asche jenes Sinns für das Heilige, den jedes Geschöpf in sich trägt." Christen seien aber nach dem Bekenntnis ihrer Sünden dazu berufen, "nicht bei der Asche stehen zu bleiben, sondern uns wieder aufzurichten und wieder aufzubauen".