Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die Katholische Kirche verstärkt ihre Hilfe für Betroffene der Coronavirus-Pandemie und stellt zusätzlich eine Million Euro für den Corona-Nothilfefonds der Caritas zur Verfügung. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz beschlossen. "In der Krise dürfen wir auf die Schwächsten nicht vergessen und müssen unbürokratisch jenen helfen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind", begründete Kardinal Christoph Schönborn gegenüber "Kathpress".
Konkret wird die Million an Corona-Soforthilfe anteilsmäßig von den österreichischen Diözesen aufgebracht und der jeweiligen diözesanen Caritas direkt zur Verfügung gestellt. Somit wird die Corona-Nothilfe regional über die diözesanen Caritaseinrichtungen abgewickelt, damit den Betroffenen – vor allem Obdachlosen, Alleinerziehenden, MindestpensionistInnen und kinderreichen Familien – rasch und lokal geholfen werden kann. "Wir können einander konkret helfen, auch wenn wir uns jetzt nicht die Hand reichen können", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz über das Ziel des Caritas-Corona-Nothilfefonds.
Die Caritas hat zuletzt im Zuge der Corona-Krise ihre Hilfe ausgeweitet. Dabei geht es einerseits darum, jene zu schützen, die sich bereits vor der Pandemie in einer existenziellen Krise befanden. Gleichzeitig ist auch jenen Menschen beizustehen, die nun durch das Corona-Virus unverschuldet in Not geraten sind. So konnte die Caritas allein im Vorjahr in ihren 36 Sozialberatungsstellen in ganz Österreich knapp 65.000 Menschen beraten und finanziell unterstützen: Mietrückstände wurden beglichen, ausstehende Heizkosten übernommen.
Caritas-Präsident Michael Landau zeigte sich in den letzten Tagen besorgt, weil sich die Zahl der Hilfesuchenden in den nächsten Wochen und Monaten vervielfachen wird. So verzeichnen die Sozialberatungsstellen der Caritas laut eigenen Angaben schon jetzt eine steigende Zahl an Hilfsgesuchen. Deswegen wurden zuletzt zusätzliche Lebensmittelausgaben eingerichtet. Für Obdachlose, die von der Corona-Gefahr besonders betroffen sind, wurden Wärmestuben und Tageszentren eröffnet. Weiters wurden telefonische Beratungshotlines eingerichtet, bestehende Hilfsangebote mussten verstärkt und krisenfest gemacht werden.
Für Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl ist ein engagiertes Eingreifen ein Gebot der Stunde: "Es ist die Aufgabe von Kirche, sich um das Wohl der Menschen zu sorgen. Deshalb bemühen wir uns nach Kräften, in dieser Zeit der Isolation so gut wie nur möglich für die Menschen da zu sein. In der Seelsorge und persönlichen Betreuung ebenso wie durch die vielen Initiativen unserer Caritas und in Form finanzieller Unterstützung."
Ein aufrichtiger Dank an die Bischofskonferenz für die Entscheidung, den Corona Nothilfefonds der Caritas mit einer Million Euro zu unterstützen, kommt vom steirischen Caritasdirektor Herbert Beiglböck: "Mit dieser Zusage gibt die katholische Kirche ein wichtiges und glaubwürdiges Zeugnis dafür ab, dass sie sich für die Armen und Bedrängten einsetzt."
Wir wissen alle, dass Menschen am Rand der Gesellschaft in Krisenzeiten besonders gefährdet sind. Oft können sie ihren Alltag schon in "normalen" Zeiten nur mit einem wackeligen Konstrukt aus kleinen Einkünften und Hilfsangeboten bestreiten. In Krisenzeiten kann jeder Euro, der fehlt oder der an Mehrausgaben nötig ist, dieses Gebäude zum Einstürzen bringen. Beiglböck: "Genau in solchen Situationen wollen wir als Caritas helfen."
Der großzügige Beitrag der Kirche sei eine große Hilfe und hoffentlich auch eine Ermutigung für Unternehmen, an der Bewältigung dieser Krise mitzuhelfen. "Ich danke unserem Bischof sehr, dass diese rasche Entscheidung möglich wurde", so der steirische Caritasdirektor.
"Wir müssen verhindern, dass die Gesundheitskrise von heute zur sozialen Krise von morgen wird", betonte Kardinal Schönborn. "Als Kirche in Österreich wollen wir ein Zeichen der Nächstenliebe mit den Schwächsten setzen. Helfen wir gemeinsam jenen, die durch die Corona-Krise in eine schwierige Situation geraten. Jede Spende für Menschen in Not hilft konkret, sie macht satt, sie wärmt, sie schenkt Hoffnung und Zuversicht", appellierte Schönborn an die Österreicherinnen und Österreicher.
Quelle: Kathpress, Katholische Kirche Steiermark, Caritas Steiermark
Spendenkonto IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560
Kennwort: Corona Nothilfefonds.
Spenden an die Caritas sind steuerlich absetzbar und auch online unter www.caritas.at/corona-nothilfe möglich.