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Josef Krainer gratulierte Bischof Wilhelm Krautwaschl zu seiner Bischofsweihe. - Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Josef Krainer verstorben

Offizielles Requiem im Grazer Dom am 10. Jänner mit Bischof Krautwaschl.

Iim Alter von 86 Jahren verstarb der ehemalige Landeshauptmann Josef Krainer. Er war von 1956 bis 1962 Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark.

Bischof Wilhelm Krautwaschl: „Als engagierter Laie in der Kirche war er jahrelang an entscheidender Stelle tätig und hat die Zeit rund um das II. Vatikanische Konzil in der Steiermark mitgeprägt. Sein politisches Engagement war getragen aus diesem Geist. Ich durfte Josef Krainer zusammen mit Landeshauptmann Schützenhöfer noch am Heiligen Abend im Krankenhaus besuchen und ihm für diese Etappe seines Lebens Kraft und Segen wünschen.“

Guter Freund von em. Bischof Kapellari

Der emeritierte Bischof Egon Kapellari würdigte den Verstorbenen als "Politiker von besonderem Format". Das Religiöse und das Katholische seien "integraler Bestandteil im Denken und Handeln von Josef Krainer" gewesen, "und er war mir ein guter Freund", so Kapellari.

„Als junger Generalsekretär der Katholischen Aktion hat er schon im Vorfeld des II. Vatikanischen Konzils die Laienbewegung gefördert und viele Impulse gesetzt. Das gesellschaftliche Engagement von Christinnen und Christen war ihm, dem das Mariazeller Manifest wichtig war, von Anfang an ein großes Anliegen“, würdigt Erich Hohl, Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark, den verstorbenen Josef Krainer.

Einsatz für Laien in der Kirche

Schon in seiner Studienzeit war er in der Katholischen Hochschulgemeinde aktiv. In der Zeit als Generalsekretär (1956 – 1962) hat er sich für das Mitwirken der Laien in der Kirche eingesetzt. Er leitete auch die Bildungs- und Schulungskurse der Diözese Graz-Seckau. Ein besonderes Anliegen war ihm auch der Aufbau der Afro-Asiatischen Institute in Graz und Wien. Bei der Diözesansynode „Der Laie in der Kirche“ 1962 referierte "Joschi" Krainer – damals war es noch unüblich, dass ein Laie das Wort ergriff. 

1987 wurde ihm von Bischof Johann Weber das Großkreuz des päpstlichen Silvester-Ritter-Ordens im Auftrag von Papst Johannes Paul II. überreicht. 

Ein Leben für die Politik

Josef Krainer junior wurde 1930 als ältestes von fünf Kindern in Graz geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften wurde er 1956 mit erst 26 Jahren Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark. Nach seiner Zeit als Generalsekretär war er wissenschaftlicher Assistent für Agrarsoziologie und Agrarpolitik am Institut für Volkswirtschaftslehre. 1966 trat er dem Bauernbund, einer Teilorganisation der ÖVP, bei. 1969 wurde er dessen Direktor und 1970 Abgeordneter im Nationalrat. 1971 wurde er Landesrat und 1981 gewann er mit der ÖVP die steirische Landtagswahl. Bis 1996 war er Landeshauptmann der Steiermark. 

Trauerfeierlichkeiten

Der emeritierte Grazer Bischof Egon Kapellari wird am Montag, 9. Jänner, 14.30 Uhr, in Krainers Heimatpfarre Graz-St. Veit die familiäre Begräbnisfeier leiten. Das hat der am Freitag im 87. Lebensjahr verstorbene steirische Alt-Landeshauptmann testamentarisch gemeinsam mit dem Wunsch verfügt, dass Prof. Philipp Harnoncourt die Predigt halten soll. Bischof Kapellari war so wie der Theologe Harnoncourt über Jahrzehnte mit Krainer sehr verbunden. 

Das Bundesland Steiermark nimmt am darauf folgenden Dienstag, 10. Jänner, offiziell vom Alt-Landeshauptmann Abschied. Dazu findet um 16.30 Uhr ein Requiem für den Verstorbenen im Grazer Dom statt, dem Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl vorstehen wird. 

Zuvor findet um 15 Uhr eine Trauersitzung unter Vorsitz von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im steirischen Landtag statt. 

An drei Tagen gibt es die Möglichheit, sich beim Land Steiermark offiziell im Kondolenzbuch einzutragen.
Samstag, den 7. Jänner 2017: 9 bis 17 Uhr
Sonntag, den 8. Jänner 2017: 9 bis 17 Uhr
Montag, den 9. Jänner 2017: 8 bis 12 Uhr
Ort: Weißer Saal der Grazer Burg, 1. Stock, Hofgasse 15, 8010 Graz

Hinweise an Medien:
Während des Begräbnisses sind auf Wunsch der Familie in der Kirche KEINE Ton- und Bildaufnahmen gestattet. Es werden seitens der Kommunikation Land Steiermark im Anschluss an die Trauerfeierlichkeiten Fotos den Medien zur Verfügung gestellt.



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