Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Die Ursulinen in Graz sind eine fixe Größe im Schulspektrum - nach Graz kamen die Ursulinen auf Wunsch der Bevölkerung. Schon lange war zwar die Notwendigkeit einer Erziehungseinrichtung für Mädchen gegeben, aber die unsichere politische Lage (Türkeneinfälle) verzögerte ihr Kommen. Schließlich wurde die Niederlassung in Graz am 30. März 1686 von Kaiser Leopold I. genehmigt unter der Bedingung, dass die Ursulinen für sich selbst sorgen und den Behörden nicht zur Last fallen.
Am 24. Juni 1686 kamen die ersten vier Klosterfrauen nach Graz. Sie wurden von adeligen Damen empfangen und in sechsspännigen Kutschen in einem „Triumphzug“ in ihr neues Heim am „Fischmarkt“ – heute Kapaunplatz Nr. 4 – geleitet. Im Juli desselben Jahres erhielten die Ordensfrauen Verstärkung aus Görz. Sobald nun ein kleines Zimmer als Kapelle eingerichtet war, begannen die Schwestern mit der Vorbereitung für den eigentlichen Auftrag des Institutes. Bereits am 24. Juli konnten die Schwestern die Schule im Hiegerlschen Haus eröffnen. Allerdings war dieses Haus nicht geeignet, vor allem zu klein und die Schwestern übersiedelten bald auf den Mariahilfer Platz ins Werthlische Haus, das den Minoriten gehörte. Auch dieses Haus wurde schließlich zu klein wurde und man kaufte 1687 im „mittleren Sack“ ein Haus. Nach und nach wurden wegen der steigenden Schülerinnen-Zahlen auch angrenzende Häuser zugekauft.
Der heutige Standort in der Leonhardstraße wurde 1900 fertiggestellt. 1938 mussten auf Befehl des NS Regimes die Schulen geschlossen werden, das Grundstück wurde 1941 enteignet und verbaut, auch die Schwestern mussten 1940 das Haus verlassen. Nach 1945 kamen die Schwestern in ein verkommenes Haus zurück, dass inzwischen als Oberschule, Lazarett und Lager für Kriegsvertriebene genutzt wurden war. 2004/05 wurde schließlich die Koedukation eingeführt.
Aus anfänglich 200 Schülerinnen wurden im Jahr 2019 bereits 1.260.
Das Jubiläum wurde am 24. Juni mit einem Flashmob mit über 1100 Schülern am Grazer Hauptplatz gefeiert (siehe Bericht der Kleinen Zeitung). Am Abend stand noch ein Festakt auf dem Programm.
Quelle: Ursulinen.at