Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Ich kenne vom Leben nichts anderes als die Verzweiflung, den Tod, die Angst und die Verkettung sinnlosester Oberflächlichkeit mit einem Abgrund des Leidens. Ich sehe, dass Völker gegeneinander getrieben werden und sich schweigend, unwissend, töricht, gehorsam, unschuldig töten.“ Klingt nach Ukraine, ist allerdings fast 100 Jahre alt, geschrieben von Erich Maria Remarque 1929 über die Schrecken des ersten Weltkriegs. Geändert hat sich scheinbar nichts.
Seit vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den Überfall durch Russland; dieser hat schon 2014 mit der Eroberung der Krim begonnen. Damit nicht genug, wird die Bevölkerung seit Monaten von einem Drohnen- und Raketenterror geplagt. Ein normales Leben ist in der Ukraine kaum möglich und dennoch lebt die Zuversicht. „Es geht uns einigermaßen gut, soweit die Umstände es erlauben. Jetzt ist es winterlich und kalt, aber wir gehen zuversichtlich in Richtung Frühling. Es ist eine Zeit großer Not, aber auch eine Zeit großer Dankbarkeit. Danke für das Gebet und jedes Zeichen der Solidarität. Und danke, Gott, dass wir als ukrainisches Volk noch existieren“, so Volodymyr Hruza, Weihbischof in Lemberg und ein Freund von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.
„Wenn ich an die Ukraine denke, zerreißt es mir fast das Herz, so leid tun mir die Menschen. Ich war ja selbst vor Ort und die Erzählungen und Bilder sind erschütternd. Wie kann es im 21. Jahrhundert sein, dass sich so ein Drama schon vier Jahre halten kann? Wie kann es von russischer Seite so viel Unmenschlichkeit geben? Ich bete täglich für den Frieden“, so der steirische Diözesanbischof, „Vieles verbindet uns mit der Ukraine - auch ein Stück österreichische Geschichte. Daher können wir nicht wegsehen und sind gerufen, für unsere Schwestern und Brüder zu beten, aber auch Almosen zu geben. Das ist gerade in der Fastenzeit angebracht“.
VinziWerke
Unterstützung gibt es schon seit Jahren aus der Diözese Graz-Seckau. Die VinziWerke sind seit 2022 aktiv; seit 2024 die Projekte über die Einrichtung „VinziHerz“ ab. Bisher hat man tausende Hilfsgüter-Pakete in der Ukraine übergeben und Lebensmittel, warme Kleidung, Schuhe, Geschirr, Küchengeräte, Medikamente und andere Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Dazu kommen weitere Hilfen, etwa Instrumente für zwei hochbegabte, vertriebene Kinder oder Hilfspakete für die Musikschule in der Partnerstadt Lemberg.
Welthaus
Das Welthaus der Diözese Graz-Seckau unterstützt seit mehr als zwanzig Jahren Partnerorganisationen in der Ost- und Südwestukraine. Seit Kriegsbeginn wurden die Projekte an die neuen Gegebenheiten angepasst und durch humanitäre Hilfe ergänzt. Die Partnerorganisationen versorgen die notleidende Bevölkerung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten, Kleidung und Heizmaterial, um das pure Überleben zu sichern. Dazu kommt Unterstützung für psychologische Hilfe, die viele vom Krieg traumatisierte Menschen in Anspruch nehmen.
Caritas
Caritas Steiermark hat 2022 ein Nothilfeprojekt in der Region Lemberg unterstützt und rund 2.000 Familien mit Sozialpaketen (Lebensmittel, Hygieneartikel) versorgt. In weiterer Folge hat man Sachspenden vermittelt wie „Hygieneartikel, Windeln oder Möbel und auch 500 Kurbellampen, die wir von einer Grazer Firma gespendet bekommen haben“, so Barbara Kroutil-Krenn von der Auslandshilfe der Caritas Steiermark. Außerdem unterstützt man ukrainische Flüchtlinge in der Steiermark. Die Ukrainehilfe der Caritas wird primär über die österreichische Dachorganisation abgewickelt.
Spendenmöglichkeit
VinziHerz: AT88 2081 5000 4552 3271
Welthaus: AT79 2081 5000 0191 3300, Verwendungszweck: Ukraine Nothilfe