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Dasein in alltäglicher Not, den Spardruck ausgleichen und dabei den Blick auf die Zukunft richten: In ihrem Wirkungsbericht für das Jahr 2025, der am Freitag online publiziert wurde, zeichnet die Caritas Steiermark ein vielschichtiges Bild ihres Wirkens angesichts aktueller Herausforderungen. Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler betont: „Auch wenn es enger wird: Wir bleiben bei den Menschen in Not.“ Als „Schockmoment“ bezeichnet die Direktorin den Tag, als die Kürzungen bei Landesförderungen bekannt wurden: „Darauf folgte ein Solidarisierungsschub, der uns in unserer Haltung, für die Würde von Menschen in Not einzustehen, bestärkt und motiviert.“
Tödtling-Musenbichler unterstreicht: „Wir verstehen, dass gespart werden muss. Das darf aber nicht zu Lasten derer gehen, die es ohnehin schon schwer haben.“ Die Organisation hat als Reaktion auf das Zusammenwirken von anhaltenden Teuerungen, ausbleibenden Valorisierungen öffentlicher Beiträge und Förderkürzungen selbst Stellen reduziert und Angebote eingeschränkt. Im Zusammenspiel von 2.524 Mitarbeiter:innen und 2.267 Ehrenamtlichen sei man jedoch „noch stärker zusammengerückt, um weiterhin für die Menschen da zu sein, die unsere Unterstützung dringend benötigen“.
Die für Finanzen zuständige Vizedirektorin Petra Prattes beziffert das Gesamtvolumen der Hilfsorganisationen im Jahr 2025 auf 137,2 Millionen Euro gegenüber 142,7 Millionen Euro im Jahr zuvor. Trotz aller Herausforderungen sei es gelungen, ausgeglichen zu bilanzieren und dabei sicherzustellen, „dass Caritas real spürbar wird“. Angesichts der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erhalte das Sachspendensystem Carla, das Beschäftigung etwa für langzeitarbeitslose Menschen schaffe, besondere Bedeutung.
Mit innovativen Ansätzen wie der sozialpädagogischen Ausbildung an der BASOP (Bildungsanstalt für Sozialpädagogik) etwa möchte die Hilfsorganisation den Blick nach vorne richten. Kindergartensozialarbeit wirke präventiv gegen Armut und ermögliche Perspektiven. Klar positioniert sich Tödtling-Musenbichler gegen Tendenzen, Bedürftige auszugrenzen, sprachlich zu stigmatisieren und abzuwerten: „Es geht darum, die Menschen ihre eigene Würde spüren zu lassen. Unsere Erfahrung ist: Wenn wir Menschen mit dem begleiten, was sie brauchen, gelingt sehr oft eine Wendung zum Guten. Dafür setzen wir uns ein - in der Überzeugung, dass es uns als Gesellschaft nur gut geht, wenn möglichst viele Menschen an einem guten Leben teilhaben.“
Quelle: Caritas Steiermark, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Wirkungsbericht 2025 der Caritas Steiermark:
www.caritas-wiewirwirken.at/2025
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