Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Bewusst auch Erwachsene haben die Kinder und Jugendlichen der Freitage für die Zukunft, „Fridays for Future“, zur Teilnahme am weltweiten Erdstreik, „earthstrike“, aufgerufen. In Graz beginnt der Klimastreik am 27. September um 1 vor 12 zu Mittag am Griesplatz. Bis 13.30 Uhr ist dann ein Gang über die Radetzkybrücke über Opern- und Burgring zum Tummelplatz geplant.
Die diözesane Umweltbeauftragte Hemma Opis-Pieber meint: „Am 27. September können wir als gläubige Menschen ein Zeichen setzen und, als Gruppe von ‚Religions for Future‘ erkennbar, am Klimastreik teilnehmen!“ Treffpunkt sei um 11.45 Uhr am Griesplatz beim Plakat mit dem Logo „Religions for Future“. Um sich mit den Anliegen der freitags für das Klima streikenden Kinder und Jugendlichen zu solidarisieren, wurde in Österreich die Initiative „Religions for Future“ gestartet. Die Grundsatzerklärung dazu und die Möglichkeit, diese (wie Bischof Wilhelm Krautwaschl) zu unterzeichnen, ist im Internet unter www.schoepfung.at zu finden.
In der Grundsatzerklärung wird „Fridays for Future“ als „kraftvolle neue Stimme“ gelobt, welche „die Überfälligkeit und Dringlichkeit einschneidender Maßnahmen zum Schutz des globalen Ökosystems durch Politik und Gesellschaft anmahnt“. Die religiösen Traditionen, formulieren die Verantwortlichen der verschiedenen Religionen für die Zukunft, „vermitteln wichtige Haltungen im Umgang mit der Natur: Dankbarkeit und Achtsamkeit, Bescheidenheit und Gerechtigkeit, Demut und Geschwisterlichkeit“.
Bei einer Pressekonferenz in Wien stellten sich am Montag vier Vertreter von etablierten Glaubensgemeinschaften in Österreich demonstrativ hinter die Forderungen von Fridays for Future. „Klimaschutz braucht rasche Taten und keine leeren Worte. Heisse Luft hat die Erde bereits genug“, fordert Maris Filipic von Fridays for Future um die Politik zum aktivem Handeln aufzufordern und bekommt Rückendeckung von den Religionen.
Der römisch-katholische Weihbischof Stefan Stephan Turnovszky unterstreicht die Verantwortung jeder Katholikin und jedes Katholiken: "Die katholische Kirche ist keine NGO und nicht Teil einer bestimmten Ökologiebewegung. Jeder Christ, jede Katholikin muss sich nach eigenem Wissen und Gewissen und in Freiheit entscheiden, welche Aktivitäten sie im Dienst an der Schöpfung unterstützen, was sie sinnvoll finden und was nicht, und wo sie mitmachen oder was sie in Gang bringen wollen. Aber eines ist ganz klar: Wenn die menschliche Zivilisation so herausgefordert ist wie heute, darf man nicht bloß zusehen.
„Die Bewahrung der Schöpfung ist eine Verantwortung, die uns allen gemeinsam und jedem und jeder einzelnen gegeben ist“, so der evangelische Bischof Michael Chalupka. „Persönliche Verhaltensänderung und politische Maßnahmen gegeneinander auszuspielen, bringt uns nicht weiter. Es braucht politische Maßnahmen, um die Überhitzung unserer Erde zu stoppen. Damit die Politik die nötigen Maßnahmen setzt, braucht es aber auch Signale der Bürger und Bürgerinnen an sie.“ Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft fährt fort: „Wir alle sind Teil der Natur und von jedem Wandel, der dort stattfindet, mit betroffen – es führt daher kein Weg daran vorbei, endlich die volle Verantwortung für den Schutz dieser Natur zu übernehmen!“ Enis Buzar der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich ergänzt:
„Es ist an der Zeit gegenzusteuern – auch weil die Klimakrise uns nur wenig Zeit lässt.“
27. September, 11:59 Uhr
Griesplatz, Graz
TeilnehmerInnen von "Religions for Future" treffen sich um 11:45 Uhr beim Plakat mit dem dazugehörigen Logo.