Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Hofer, Spar & Co. gehen mit guten Beispiel voran: Sie verkaufen keine Feuerwerkskörper mehr. Gründe sind Tier- und Umweltschutz sowie die einhergehende Gefahr von Verletzungen. Die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt ruft ebenfalls dazu auf, auf Feuerwerke zu Silvester weitestgehend zu verzichten, jedoch aus einem weiteren wichtigen Grund: „Noch immer werden in Ländern wie Indien Feuerwerkskörper von Kindern hergestellt und immer wieder kommt es bei deren Herstellung zu Explosionen und Zerstörungen“, erklärt Gründer und Geschäftsführer Reinhard Heiserer. „Zum Jahreswechsel sollte die Devise daher lauten: Besser Geld spenden als für Böller ausgeben und so einen Beitrag leisten, um Kinderarbeit in den Ländern des globalen Südens zurückzudrängen.“
Laut der vom US-Arbeitsministerium herausgegebenen „Liste von Produkten aus Kinder- und Zwangsarbeit“ werden Feuerwerkskörper in Indien, China, El Salvador, Guatemala und Peru immer noch von Kindern hergestellt. In der industriellen Fertigung von Feuerwerkskörpern hat sich die Situation in den vergangenen Jahren in diesen Ländern verbessert. Wenn die Böller und Raketen aber in Heimarbeit in abgelegenen Dörfern hergestellt werden, sind es oft noch Kinder, die zu missbräuchlicher Arbeit gezwungen werden. „In Indien wird vorwiegend für den eigenen Markt produziert. Wer von Österreich aus mithelfen will, dass Kinder nicht mehr als Arbeitskräfte dienen müssen, sollte das Geld nicht in die Luft schießen, sondern Ausbildungsprojekte vor Ort unterstützen“, ergänzt Heiserer.
Generell hat die COVID-19-Pandemie dazu beigetragen, dass erste Erfolge im Kampf gegen Kinderarbeit wieder zunichtegemacht wurden. Die Zahl der arbeitenden Mädchen und Buben ist laut UNICEF und der internationalen Arbeitsorganisation ILO weltweit auf rund 160 Millionen angestiegen. 79 Millionen dieser Kinder sind von besonders gefährlicher oder ausbeuterischer Kinderarbeit betroffen. Aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie könnten weitere neun Millionen dazukommen.
„Ein Feuerwerk ist gefährlich, für die Umwelt belastend und in einigen Ländern auch in seiner Herstellung bedenklich. Es ist daher besser, das Jahr nicht mit Knallkörpern zu begrüßen, sondern ein ‚Feuerwerk der Nächstenliebe und Solidarität‘ zu zünden und mit Spenden Kindern und armutsgefährdeten Familien in Asien oder Lateinamerika ein besseres Leben zu ermöglichen. Kinderarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie entgegenzusteuern ist ein Ziel, dass wir auch im neuen Jahr weiter anstreben“, erklärt Heiserer.
Jugend Eine Welt unterstützt weltweit Bildungs- und Ausbildungsprojekte, die besonders benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance auf ein gelungenes und selbstbestimmtes Leben geben.
Projektinfos und Spendenmöglichkeit:
www.jugendeinewelt.at