Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So lautet der erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 in Paris unterzeichnet wurde. Jedoch müssen bis heute Menschen um ihre Rechte kämpfen. Ungerechtigkeit in all ihren Facetten steht weltweit noch immer auf der Tagesordnung.
Im "Menschenrechtskalender" des Afro-Asiatischen Instituts Graz (AAI) werden 15 herausragende Persönlichkeiten vorgestellt, die sich in ihrem Leben für die Menschenrechte eingesetzt haben. Zusätzlich findet man in diesem immerwährenden Kalender 15 köstliche Rezepte, die zum Nachkochen animieren. Die enthaltenen Bilder können gleichzeitig auch als Billets verwendet und an liebe Menschen versandt werden.
Die Diözese Linz hat zum Tag der Menschenrechte die Produktion eines Kurzfilmes unterstützt, in dem Carlo Neuhuber auf die Situation von anerkannten Geflüchteten in Griechenland aufmerksam macht. Damit wird auch die Forderung des Pastoralrates der Diözese Linz zur Aufnahme einer überschaubaren Zahl von anerkannten Geflüchteten unterstrichen.
„Wohlstand und Konsum in den Industriestaaten dürfen nicht auf Kosten von Menschen in den Ländern des globalen Südens gehen und auf ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen beruhen“, erklärt Reinhard Heiserer, Gründer und Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, zum Tag der Menschenrechte. Er fordert die sofortige Umsetzung eines umfassenden Lieferkettengesetzes. „Die Wirtschaft muss endlich in die Verantwortung genommen werden und auf allen Ebenen konsequent gegen unfaire Arbeitsbedingungen in den Betrieben vorgehen. Egal ob es dabei um Schokolade, Nüsse, Handys oder unsere Kleidung geht.“
„Die schlimmste Form der Ausbeutung ist Kinderarbeit“, ergänzt er, „damit wird jungen Menschen jede Chance genommen, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen. Wer arbeiten muss, statt zur Schule zu gehen, bleibt eine schlecht bezahlte Arbeitskraft – sein Leben lang“. Im internationalen Jahr zur Bekämpfung von Kinderarbeit müsse daher das Hauptaugenmerk von Politik und Wirtschaft gerade auf diese Menschenrechtsverletzung gerichtet sein.
Der Integrationsbeauftragte der Diözese Graz-Seckau Erich Hohl betont, dass man am Tag der Menschenrechte nicht auf die FLüchtenden vergessen dürfe: „Die Bundesregierung mit dem neuen Bundeskanzler an der Spitze hat betreffend wichtige gesellschaftliche Fragen in Verbindung mit der Pandemie-Bewältigung mehrmals den Dialog als unerlässlich propagiert und versöhnlich die Hand ausgestreckt. In der Frage der Flüchtlingsaufnahme in Österreich ist von diesem Dialogangebot wenig zu spüren. Leider ist auch die neu zusammengesetzte Regierung nicht bereit, die bisherige harte und ablehnende Haltung zu überdenken." Es sei nicht verständlich, dass der Dialog mit zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Einrichtungen so hartnäckig verweigert werde. Während sich 15 EU-Länder aktuell bereit erklärt haben, besonders vulnerable Menschen aus Afghanistan aufzunehmen, sei Österreich auch diesmal bei dieser humanitären Hilfsaktion wieder einmal nicht dabei. „Eine Haltungsänderung der Bundesregierung wäre ein Zeichen von Stärke und könnte ein modernes Weihnachtswunder sein und verfolgten Menschen Zukunft ermöglichen“, so Erich Hohl.