Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der Papst ist ein guter Zuhörer - diese Erfahrung aus einem früheren Ad-limina-Besuch wird sich laut dem Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, auch bei der demnächst anstehenden Visite der österreichischen Bischöfe im Vatikan zeigen. Der Episkopat wird von 29. November bis 4. Dezember mit Papst Franziskus sowie Vertretern der vatikanischen Kurienbehörden zusammentreffen und über die Situation der Kirche in Österreich informieren und beraten. Dabei werde er auch Anliegen rund um das Thema Frau in der Kirche ansprechen, "auch wenn ich nicht alles vertrete, was ich nach Rom trage", so Lackner zum Abschluss der Herbstvollversammlung der Bischöfe am Freitag in Wien. Aber "Verletzungen" bei diesem Thema seien ernst zu nehmen.
Dass die "visitatio ad limina apostolorum" (Besuch an den Schwellen der Apostelgräber), die für die Bischöfe der Weltkirche vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen ist, trotz der Corona-Pandemie stattfindet, steht laut dem Salzburger Erzbischof fest. In Italien sei die Infektionslage derzeit auch nicht so ernst wie in Österreich, und alle Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz sind laut deren Vorsitzendem geimpft.
Der Rom-Besuch der Bischöfe war ursprünglich für Februar 2021 vorgesehen gewesen. Er wurde aber, wie alle anderen geplanten Ad-limina-Termine im Vatikan, wegen der Corona-Einschränkungen verschoben. Der bisher letzte Ad-limina-Besuch der Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz datiert aus dem Jänner 2014.
Ein Hauptthema ist der vom Papst für die gesamte Weltkirche ausgerufene dreijährige Synodale Prozess. Damit begegne Franziskus in "prophetischer" Weise Unstimmigkeiten und Orientierungslosigkeit in der Kirche. Die wesentliche Ebene dieses auf den Heiligen Geist ausgerichteten Vorgangs sind nach den Worten Lackners die Diözesen. Dort soll nach dem Vorbild des Apostelkonzils (Apg 15), des gleichsam "ersten synodalen Prozesses", Zuhören und Auseinandersetzung in wechselseitigem Respekt erfolgen.
Angestoßen wurde dieser weltkirchliche Prozess nach Einschätzung des Erzbischofs auch durch den synodalen Weg in Deutschland, wo in der katholischen Kirche "vieles auseinandertreibt". Als Beispiel für problematische Vorgänge nannte Lackner eine Anfang Oktober erfolgte Abstimmung unter den deutschen Synodalen, ob es eine Diskussion über die Abschaffung des Priesteramtes geben soll; dabei antworteten 95 Synodenteilnehmer mit "Ja", 94 mit "Nein". Der "Gefahr einer Spaltung" müsse begegnet werden.
Zu den möglichen Folgen des in Begutachtung befindlichen "Sterbeverfügungsgesetzes" betonte Lackner, in kirchlich geführten Häusern werde es keinen assistierten Suizid geben, und auch das Personal werde auf diese Haltung verpflichtet sein. "Wir werden das nicht zulassen und dulden", verwies der Erzbischof auf den grundlegenden Widerspruch zwischen einer Selbsttötung und der christlich begründeten Wertschätzung jedes Lebens. (Quelle: Kathpress)
Alle Informationen zur Synode und wie man sich am Prozess beteiligen kann (etwa per Fragebogen) finden sich im Internet unter www.katholische-kirche-steiermark.at/synode
Jede Stimme zählt, um ein umfassendes Bild über die Wünsche in unserer Diözese zu erhalten. Die Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2022 kommuniziert, denn auf Österreichebene verdichtet und zuletzt an den Vatikan weitergegeben.