Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der 7. Oktober jedes Jahres ist international der Forderung nach „Menschenwürdiger Arbeit“ gewidmet. Die KAB Steiermark beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit dem Thema „Pflege in Würde“ und den Arbeitsbedingungen für Menschen, die hautamtlich oder im familiären Kontext pflegerische Tätigkeiten durchführen. In der Öffentlichkeit wird immer wieder die Notwendigkeit einer umfassenden Pflegereform diskutiert, leider kommt eine umfassende Reform nur schleppend voran.
Inzwischen wird von einem bereits vorhandenen Pflegenotstand gesprochen. Viele Pflegeheime können ihren Personalbedarf nicht abdecken. Leider hat die derzeitige Bundesregierung den akuten Handlungsbedarf leider noch immer nicht realisiert.
Weder bei den aktuellen Budgetplanungen noch bei der zuletzt ausverhandelten sogenannten öko-sozialen Steuerreform werden eine deutliche Erhöhung der Finanzmittel für diesen Bereich sichtbar.
Die Katholische Arbeitnehmer:innenbewegung hat sich anlässlich des Tages der menschenwürdigen Arbeit zur Aufgabe gemacht, sich mit der Problematik der Arbeitsbedingungen und der geringen Entlohnung in der 24 Stunden Pflege auseinander zusetzen und hier von Seiten der Politik dringende Reformen einzufordern.
Viele Familien oder auch alleinstehende Personen in steirischen Haushalten benötigen eine Unterstützung im Alltagsbereich bzw. im Bereich der Pflege rund um die Uhr. Ohne eine solche Unterstützung bleibt in den meisten Fällen nur die Unterbringung in Pflegeheimen. Ein Großteil der zu pflegenden Personen möchte jedoch solange wie möglich in seinem vertrauten Wohnumfeld verbleiben.
Es wird dabei in den meisten Fällen auf Personalbetreuer:innen aus Ost- und Süd-Europa zurückgegriffen, die in einer Art „Scheinselbstständigkeit“ bei der Arbeit am Arbeitsort, der Arbeitszeit und hinsichtlich des Verhaltens bei der Arbeit an Weisungen der Klient:innen, dem familiären Umfeld und den Agenturbetreiberinnen gebunden sind.
Die bestehenden Regelungen und Finanzierungsformen sind überholt und führen zu Ausbeutung und Überforderung und in weiterer Folge zu fehlender sozialer Absicherung und niedrigen Pensionen für die Betreuerinnen. Nicht wenige der dazwischen geschalteten Vermittlungsagenturen – insgesamt gibt es mittlerweile in Österreich über 800 solcher Agenturen – schauen nur auf ihren eigenen Profit und verdienen sich dabei mehr als nur einen goldenen Löffel.