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Gemeinsam mit rund 300 Besuchern feierte die Caritas am ersten „Welttag der Armen“, dem 19. November 2017, einen Gottesdienst – zelebriert von Hermann Glettler und auf ORF 2 und im ZDF von rund 800.000 Zusehern im gesamten deutschen Sprachraum live mitverfolgt.
Nach einem kurzen Einblick in Caritas-Einrichtungen wie das Marienstüberl, wo Menschen in Not eine warme Mahlzeit erhalten, und in den Sachspendenmarkt Carla, wo langzeitarbeitslose Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt wurden, zog Hermann Glettler unter dem Gesang des Megaphon-Chores zu seinem letzten Gottesdienst als Bischofsvikar für Caritas in der Steiermark in das Caritas-Schulzentrum in Graz ein.
Rund 300 Besucher nahmen vor Ort an dem Gottesdienst teil, der ganz im Zeichen des von Papst Franziskus ausgerufenen ersten „Welttages der Armen“ stand. „Gottesdienstlich feiern, Kirche sein, ist immer solidarisch. Heute im Besonderen“, leitete der zukünftige Bischof von Innsbruck Hermann Glettler deshalb auch seine Predigt ein. „Wir sind verbunden mit allen, die im Leben zu kämpfen haben, weltweit und auch in unserer wohlhabenden Gesellschaft.“
Unter anderem der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, Pastoralamtsleiter Erich Hohl, die Caritas-Kuratoriumsmitglieder Kristina Edlinger-Ploder, Manfred Gaulhofer und Angela Kamper, sowie Caritasdirektor Herbert Beiglböck und der ehemalige Caritas-Präsident Franz Küberl, lauschten dabei der Botschaft Hermann Glettlers, der dazu ermutigte, in die eigenen Talente zu vertrauen und auch andere dabei zu unterstützen, wieder Vertrauen in sich selbst zu finden: „Zutrauen > (ist größer als) Angst. Uns ist so ein wunderbares Leben geschenkt. Die Einladung lautet jetzt: Teile, was dir gegeben ist – das wird zum Segen für viele.“
Im Anschluss an den Gottesdienst verabschiedeten die Caritas-Kuratoriums-Mitglieder Kristina Edlinger-Ploder, Caritasdirektor Herbert Beiglböck und die Caritas-Geschäftsführung im Namen aller MitarbeiterInnen Hermann Glettler, der am 2. Dezember zum Bischof von Innsbruck geweiht wird. „Du benennst Problemstellungen, Ärgernisse, Ungerechtigkeiten in einer Sprache, die deutlich ist, aber nicht verletzt. Mit dieser deiner Stimme bist du Anwalt für mehr Gerechtigkeit und für mehr Leben“, so Herbert Beiglböck an Hermann Glettler gerichtet. „Danke dafür und bitte bleib auch als Bischof eine kraftvolle Stimme für die Schwachen und den Rand gedrängten.“
„Ich bin ein Jahr lang sehr intensiv mit der Caritas mitgewachsen“, bedankte sich auch Hermann Glettler für seine Zeit als Bischofsvikar für Caritas in der Steiermark. „Caritas bedeutet Begabtenförderung: Wir alle helfen mit, dass Menschen ihre Lebenschancen vermehren, Kraft haben, teilnehmen können. Zu wissen, dass Menschen mit Herzblut dabei sind, gibt mir Kraft.“
Mit einem Augenzwinkern verwies Glettler zum Abschluss noch darauf, dass der Grazer Uhrturm in seinem Bischofswappen zu sehen sei, bevor er für eine Lesung aus einer Tiroler Bibel-Übersetzung mit dem Titel „Letzschtes G’richt“ (Matthäus 25. 31-46) für gute Stimmung sorgte.
Noch sechs Tage lang kann der Fernsehgottesdienst online unter dem Link http://tvthek.orf.at/profile/Katholischer-Gottesdienst/5833127/Katholischer-Gottesdienst-Zutrauen-groesser-als-Angst/13953764 nachgeschaut werden.
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