Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Der Preis für den besten Kurzdokumentarfilm des Filmfestivals Diagonale, gestiftet vom KULTUM der Diözese Graz-Seckau, geht dieses Jahr an den Film "Motherigine" der deutschen Filmemacherin Sophie Bösker.
Beginnend mit der Geburt ihrer Tochter Lotti dokumentiert sie drei Jahre lang ihren Alltag und prüft ihn auf die Umsetzung von Halbe-halbe. Mit dabei sind der Partner Georg („Superdaddy“) und eine Kamera, die der Regisseurin als Ventil dient. Zusammen mit dem Partner erstellt sie einen Stundenplan mit Zeitfenstern, in denen sie arbeiten darf. Halbe-halbe ist der Anspruch. Die Filmemacherin richtet die Kamera auf sich selbst: auf eine Mutter, die seit sieben Monaten unter Daueranspannung steht.
Als unabhängige Statistin immer im Bild: Lotti, das Baby. Bösker ist nicht die erste Frau, deren Feminismus von der Mutterschaft auf die harte Probe der Alltagstauglichkeit gestellt wird. Und ihr Partner Georg nicht der erste Mann, der als Vater gewinnt. Sein Selbstwert schwillt schließlich so weit an, dass er sich selbst als „Superdaddy“ lobt. Es ist noch ein weiter Weg. Aber er wird nicht fad.
Laut Jury, in der dieses Jahr Filmkritiker Ekkehard Knörer, Regisseurin und Produzentin Nina Kusturica sowie Regisseurin Lisa Polster saßen, ist der Film "entwaffnend, aber nicht durchweg friedfertig". Er nimmt uns mit auf eine "Erkenntnisreise, in der deutlich wird, dass sich dies nicht als individuelles Vorhaben bewerkstelligen lässt". Seine Kraft schöpfe er aus seinem "direkten und humorvollen Blick auf die tiefliegenden patriarchalen Mechanismen hinter den ersten Jahren der Mutterschaft". Mit den Mitteln der Kunst setze sie sich überzeugend zur Wehr: "Sie rappt, wütend, auf den Punkt, dem Patriarchat und auch uns ins Gesicht."
Quelle: sixpackfilm, diagonale.at, Bearbeitung: Katrin Leinfellner
Das Preisgeld erhält der:die Regisseur:in des Films. In die Auswahl für den Preis des KULTUM. kommen österreichischen Kurzdokumentarfilme des Wettbewerbs der Diagonale ’26 mit einer Länge bis zu 64 Minuten.
Er ist dotiert mit € 4.000, gestiftet vom KULTUM. Zentrum für Gegenwart, Kunst und Religion in Graz der Diözese Graz-Seckau.