Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
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Elisabeth Fritzl, Pastoralverantwortliche im Seelsorgeraum Graz-Südwest, freut sich seit erstem November über die Unterstützung durch eine Engagementförderin.
Kirchliches Leben wird von Ehrenamtlichen wesentlich getragen und gestaltet. Aber wie viel Verantwortung geben wir den Engagierten tatsächlich? Manchmal entsteht das Gefühl, dass Ehrenamtliche nur Erfüllungsgehilf:innen sind, obwohl sie doch näher an den Menschen dran sind und deren Bedürfnisse kennen.
Für mich spielen im Zusammenhang mit Ehrenamt Menschenbild, Kirchenbild und Gottesbild eine wichtige Rolle. Ehrenamt verändert sich, weil sich alles verändert. Menschen, die freiwillig mitarbeiten, tun das mit unterschiedlichen Motivationen, aber alle wünschen sich auch einen Mehrwert für sich selbst. Heute sind Menschen eher bereit, sich punktuell zu engagieren als längerfristig.
Mit einer Engagementförderin erleben sowohl bestehende als auch neue Freiwillige, dass sie als wichtige Mitarbeiter:innen wahrgenommen werden. Es gibt jemanden, der schaut, was sie brauchen. Wichtig ist mir auch, dass wir gemeinsam mit der Engagementförderin an einem Kulturwandel arbeiten. Freiwilliges Engagement soll transparenter werden: was genau ist meine Aufgabe? Wer ist meine Ansprechperson bei Fragen, Schwierigkeiten, Konflikten? Wie lange kann/muss ich mich engagieren? Je mehr Klarheit herrscht, desto leichter entscheiden sich Menschen dafür, sich zu engagieren. Wenn es uns gelingt, hier professioneller miteinander zu arbeiten, wird Ehrenamt in der Kirche sicher für viele Menschen attraktiver.
Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung und Aufgabe. Gute und regelmäßige Kommunikation mit der Engagementförderin ist wesentlich für das Gelingen des Projekts. Ebenso stehe ich klar hinter der Person, versuche, sie gut in den Seelsorgeraum hineinzubegleiten und im Austausch mit anderen Hauptamtlichen und ehrenamtlichen Schlüsselpersonen das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schärfen. Gleichzeitig freue ich mich sehr auf einen „frischen Blick“ von außen und das gemeinsame Lernen auf diesem Weg.
Wenn man etwas weiterbringen will, muss man dafür auch einiges tun. Die Katholische Kirche Steiermark baut Schritt für Schritt eine moderne und verlässliche Ehrenamtskultur auf. Viele Pastoralreferent:innen, Priester und Ehrenamtliche leisten dafür bereits wertvolle Arbeit.
Weil vielen die Zeit fehlt, dauerhaft dran zu bleiben, wurden Engagementförder:innen eingestellt. In acht Seelsorgeräumen stehen diese Personen jeweils 19 Stunden zur Verfügung, um nachhaltig gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu schaffen. Sie arbeiten im Austausch mit Ehrenamtlichen, in Zusammenarbeit mit Hauptamtlichen und entlang der Ziele des Pastoralplans zur Ehrenamtsentwicklung.
Seit 1. November 2025 sind in den Seelsorgeräumen Kaiserwald, Graz-Südost und Graz-Südwest drei Engagementförderinnen tätig. Sie können auf die Erfahrungen ihrer Kolleg:innen aus Vorau, Weiz, Graz-Ost, Rein und Knittelfeld zurückgreifen.