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Regionale12-Pavillon St. Lambrecht - Foto: Nikola Milatovic

„REGIONALE12“-Zentrum in St. Lambrecht

Das Benediktinerkloster bildet eines der drei Festivalzentren im Bezirk Murau.

Unter dem Motto „Stadt. Land. Fluss“ wird am 22. Juni die „REGIONALE12“, das regionale Festival für zeitgenössische Kunst, eröffnet, diesmal im Bezirk Murau. Eines der Festivalzentren ist dabei das bald 940 Jahre alte Benediktinerstift St. Lambrecht. Pater Pater Gerwig Romirer, einer der „Architekten“ des Festivals, will damit „eine ganze Region wachrütteln“, wie er im Kleine Zeitung-Interview betont.  Das seit 2005 frisch renovierte Gebäude ist – nicht zuletzt dank Pater Gerwig - mittlerweile auch beliebter Ort für Kulturveranstaltungen.

Das junge steirische Designerduo OCTO-R gestaltete das Erdgeschoß des barocken Stiftsgarten-Pavillons in Kooperation mit lokalen Handwerksbetrieben in ein Festivalzentrum der besonderen Art um: Der Innenraum ist dem Bild eines Hafens nachempfunden, die Gestaltung spielt mit der Emotionalität von Ankunft und Abschied.

Zusammenleben/Zusammenarbeiten

Neben dem Infopoint im Erdgeschoß werden in einer Ausstellung im Obergeschoß Formen des Zusammenlebens/Zusammenarbeitens von Oliver Ressler zu Disposition gestellt. Der langjährige Forschungsrahmen des in Knittelfeld geborenen Künstlers und Kurators sind demokratische Prozesse und alternative Gesellschaftsmodelle, deren Zusammenhänge er weltumspannend - von Lateinamerika bis Europa - untersucht.

Der dänische Künstler Christian Falsnaes wird im Oktogon am 23. Juni in einer Performance das Publikum auffordern, sich mit ihm auf eine Reise der Selbsterfahrung zu begeben. Die TeilnehmerInnen werden zu einer Einheit verschmelzen, singen einen eigens komponierten Ohrwurm, tanzen und malen. Während der REGIONALE12 ist das Ereignis dann als Musikvideo im Festivalzentrum St. Lambrecht zu sehen.

Kunst im öffentlichen Raum

Internationale KünstlerInnen sind eingeladen, den öffentlichen Raum St. Lambrecht und Murau zu reflektieren: Das Projekt „Sie befinden sich hier" soll den Gemeinschaftstraum, den physischen, öffentlichen Raum fördern. Unter diesen Gesichtspunkten werden die Innenstädte von beiden Orten erforscht. Mitwirkende KünstlerInnen/ArchitektInnen u.a.: Eko Prawoto (Indonesien), Jeppe Hein (Dänemark), OSA - office for subversive architecture (Großbritannien, Deutschland, Österreich), Marjetica Potrč (Slowenien), Peter Fattinger und Veronika Orso (Österreich), Folke Köbberling und Martin Kaltwasser (Deutschland).