© Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Eine strahlende Nacht

Von vielen „Lichtern“ angezogen kamen 26.000 Menschen zur Langen Nacht der Kirchen in der Steiermark.

Die Lange Nacht der Kirchen, die zum sechsten mal in der Steiermark organisiert wurde, startete erstmals mit einer interreligiösen Begegnung in der Grazer Synagoge und ist mit einem ökumenischen Abendgebet im Priesterseminar zu Ende gegangen. Sie war:

  • ökumenisch-sieben Konfessionen waren beteiligt
  • sportlich-das Erklimmen und Erlaufen von Kirchtürmen war auch dieses Jahr wieder ein Highlight
  • weitläufig-viele Touren wurden angeboten, ob über den Steinfeld Friedhof oder mit dem Elektrofahrrad zu ökologischen Vorzeige-Pfarren rund um Graz
  • hell-Musik bei Kerzenlicht gab es in Kindberg, eine Licht-Performance von Dieter Puntigam in der Stadtpfarrkirche Graz, ein Lichterlabyrinth im Priesterseminar und auch einen Fackelzug durch Graz
  • musikalisch-der Grazer Domchor präsentierte die schönsten Chorwerke von Mendelssohns „Elias“ und Händels „Messias“, in der Heilandskirche gab es musikalische Märchen und biblische Chansons in der Münzgrabenkirche
  • kulinarisch-Pilgersuppen in Bad Gams, internationales Buffet bei den Baptisten und auch eine Weihrauchverkostung in Hausmannstätten
  • prominent-der Schauspielstar Johannes Silberschneider las Psalmen im Mausoleum, Weihbischof Krätzl sprach zum II. Vaticanum und Bischof Kapellari lud in den Bischofhof interessierte Gäste.
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Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz bedankte sich beim Auftakt in der Grazer Synagoge dafür, dass die diesjährige Eröffnung in diesem Rahmen stattfinden konnte. Er sieht in der Langen Nacht der Kirchen einen wesentlichen Beitrag zum ökumenischen Dialog in der Steiermark, der aber immer auch mit dem Anliegen verbunden ist, mit anderen Religionen ins Gespräch zu kommen:„Dialog ist notwendig für das Zusammenwachsen der Menschen im Kleinen wie im Großen.“

Superintendent Hermann Miklas wünschte sich im Rahmen des interreligiösen Gesprächs, dass dieses Bild eines wertschätzenden Miteinanders der Religionen "wie im Schneeballsystem" von den Medien auch nach außen getragen werde-

Gesamtkoordinatorin Gertraud Schaller-Pressler freute sich, dass aus allen Teilen des Landes rückgemeldet wurde, dass Tausende der Einladung folgten, die Lange Nacht der Kirchen persönlich zu erleben und dass von etlichen Pfarren und Gemeinden bereits Interesse bekundet wurde, an der Langen Nacht der Kirchen am 24. Mai 2013 auch mitzuwirken.

In 75 Kirchen und kirchlichen Einrichtungen - von der Ramsau bis Eibiswald, von Obdach bis Hartberg und an vielen Orten in Graz - wurden über 330 Veranstaltungen bei freiem Eintritt geboten