Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Und hier ist der Text zum Nachlesen:
Sonntag 15.2.
Seit mehr als einer Woche laufen sie also: Die Olympischen Winterspiele in Cortina und Mailand. Schon als Kind übten die Olympischen Spiele eine große Faszination auf mich aus. Es war spannend, bei Sternstunden der Sportgeschichte dabei zu sein, die überwältigenden Emotionen der Teilnehmer:innen mitzuerleben und auch die eine oder andere Überraschung zu beobachten. Und besonders aufregend war es, den einen oder anderen Bewerb im eigenen Garten mit Freundinnen und Freunden selbst auszuprobieren oder eigene Sportarten, inspiriert durch das Gesehene, zu erfinden.
Heute einige Jahre später, taucht beim Blick auf die Olympischen Spiele auch der eine oder andere Kritikpunkt auf: Themen wie die Überkommerzialisierung des Sports, Doping, das oft ambivalente Verhältnis des Internationalen Olympischen Komitees zu autoritären Regimen oder der fehlende Nachhaltigkeitsaspekt rund um die Spiele trüben zurecht den Blick auf die fünf olympischen Ringe. Vieles vom kindlichen Faszinosum der Olympischen Spiele ist jedoch auch geblieben. Nein, ich werde heuer nicht mehr so wie als Kind alle Olympiabewerbe nachspielen, dafür wäre auch der Balkon meiner Wohnung zu klein. Aber allen Begleitgeräuschen zum Trotz freue ich mich, auf die kommende zweite Olympiawoche: „Dabei sein ist ja schließlich alles“ – wie ein olympischer Leitspruch sagt.
Montag, 16.2.
Schaut man sich die Bewerbe der Olympischen Spiele im Fernsehen oder via Livestream an, so stößt man bei den Übertragungen auf unterschiedliche Typen von Sportlerinnen und Sportlern: Da gibt es den vor Selbstbewusstsein strotzenden Benjamin Karl, den im Flow agierenden Tripple-Olympiasieger Franjo van Allmen oder die, die Gunst der Stunde nützenden, überraschenden Olympiasiegerinnen Katharina Huber und Ariane Rädler.
So unterschiedliche Typen bei den Olympischen Spielen aktiv sind, so unterschiedlich sind auch unsere jeweiligen Persönlichkeiten: Doch, wie wäre es mal in eine dieser Olympiarollen zu schlüpfen. Etwa einen Tag lang den Herausforderungen mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein zu begegnen? Wie wäre es mal für einen Tag eine Haltung des sich überraschen lassens zu kultivieren? Vielleicht bietet der Fasching in seinen letzten Zügen nochmals die Möglichkeit, mal eine ganz andere Seite der eigenen Persönlichkeit herauszukitzeln. Viel Spaß beim Ausprobieren.
Dienstag, 17.2.2026
Etwa 3.000 Sportlerinnen und Sportler aus 93 Nationen nehmen an den Olympischen Winterspielen in Cortina und Mailand teil. Dabei geht es in insgesamt 116 Bewerben um Medaillen aus Gold, Silber und Bronze. Solche Medaillen gibt es seit den Olympischen Spielen 1904. Sie sind Symbol des Sieges, aber auch des schier unvorstellbaren Trainingsaufwandes für Sportlerinnen und Sportler.
Medaillen sind aber nicht nur Symbole in Sportbewerben, sie werden auch für Verdienste und außergewöhnliche Leistungen in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vergeben. Wem würde ich für ihren bzw. seinen Einsatz für eine Sache oder für eine Person eine Medaille vergeben? Wofür würde vielleicht auch mir selbst eine Medaille gebühren? Fragen, die man sich möglicherweise mitnehmen kann, wenn man die eine oder andere Sieger:innen-Ehrung im Zuge der Olympischen Spiele mitverfolgt.
Mittwoch, 18.2.2026
Um am Tag X in absoluter Hochform zu sein, bedarf es auch einer gut geplanten Vorbereitung. Hinter sportlichen Erfolgen bei den Olympischen Spielen stehen oft Jahre der Entbehrung, des harten Trainings, der Arbeit mit sich selbst sowie des bewussten Sich-Einstellens.
Mit dem Aschermittwoch startet die 40-tägige Fastenzeit. Diese ist wohl auch so eine Art Vorbereitungszeit auf Ostern hin. Die eine oder andere von euch nützt diese kommenden Wochen vielleicht dafür, einen bewussten Akzent des Verzichts zu setzen oder sich auf sich und das eigene Leben zu besinnen. Für manche ist diese Zeit vor Ostern auch eine Zeit der Neuausrichtung: Was ist mir wichtig in meinem Leben? Wo setze ich für mich oder für mein Umfeld Prioritäten?
Ich wünsche uns allen eine gute Zeit der Vorbereitung auf Ostern hin. Und allen Sportlerinnen und Sportlern bei Olympia, die ihre Wettkämpfe noch vor sich haben, viel Erfolg und dass sich die intensive Vorbereitungszeit auszahlt.