Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Pazifist und Politiker
Ude war überzeugter Pazifist, Alkoholismusgegner, Mitbegründer der katholischen Abstinentenbewegung und Gründer einer eigenen Wirtschaftspartei. Wegen seiner unkonformistischen und politischen Haltung ergaben sich Spannungen zu seinem Ortsbischof. 1929 erhielt er von den Bischöfen Rede- und Predigtverbot, das aber 1935 zurückgenommen wurde, sowie 1934 als Universitätsprofessor Lehrverbot. Eine Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit wurde Ude im Studienjahr 1935/36 nur als Privatdozent möglich.
Der couragierte Priester kritisierte Benito Mussolini wegen der Eroberung Abessiniens. Trat er in den Märztagen 1938 noch für den „Anschluss“ Österreichs an Deutschland ein, so wurde die Pogromnacht im November 1938 für Ude das Damaskuserlebnis schlechthin, das seine Abkehr vom Nationalsozialismus bewirkte. Seine Regimekritik wurde vorerst „nur“ mit einem Gauverweis bestraft. Ude wirkte bis zu seinem Lebensende als ehrenamtlicher Seelsorger in Grundlsee. Dort verhaftete ihn 1944 die Gestapo, ihm wurden „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung“ vorgeworfen. Die Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 rettete ihn vor einem Prozess und der Todesstrafe.