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"Glockenläuten gegen den Hunger" macht am 28. Juli auf den weltweiten Hunger aufmerksam.
Mit dem Glockenläuten gegen Hunger setzen Caritas und Österreichische Bischofskonferenz ein Zeichen im Rahmen der alljährlichen Hungerkampagne, mit der Spenden für Projekte zur Ernährungssicherheit gesammelt werden.
Die Caritas Steiermark unterstützt dabei ihre Partnerorganisationen in Afrika (Burundi und Südsudan). Am Freitag, den 28. Juli, werden dabei um 15 Uhr österreichweit in Pfarrgemeinden, Kirchen und Kapellen die Kirchenglocken länger, nämlich ganze fünf Minuten lang, läuten.
Diese Aktion setzt ein starkes Zeichen gegen den globalen Hunger – der noch immer Millionen von Menschen weltweit betrifft. So waren im Jahr 2022 etwa 2,4 Milliarden Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen. In etwa 780 Millionen Menschen hungern weltweit und rund 150 Millionen Kinder sind durch Hunger in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung gehemmt.
Generalvikar Erich Linhardt: „Der Hunger in der Welt nimmt wieder zu. Nach Dürren und Überschwemmungen sind Millionen Menschen von Ernteausfällen betroffen, oft zum wiederholten Mal. Als Kind aus einer Landgemeinde weiß ich, was der Ausfall einer Ernte bedeutet und ich weiß auch, dass eine starke Gemeinschaft hilft. In einer globalisierten Welt leben wir als Menschheit miteinander und tragen Verantwortung füreinander. Das Glockenläuten ruft dazu auf, selbst aktiv zu werden.“
Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler: „Die Glocken erinnern an den Hunger in der Welt und daran, wie sehr Kriege und die Folgen des Klimawandels den Hunger befeuern. Wenn Ernten ausfallen, ist rasche Hilfe lebensnotwendig. Die Glocken sind aber auch ein Zeichen der Hoffnung und ein Aufruf zur Nächstenliebe: Wenn wir solidarisch handeln, können wir gemeinsam eine bessere Zukunft für alle bewirken.“
Die Caritas Steiermark unterstützt mit den Spenden der Hungerkampagne ihre Partnerorganisationen in Burundi und im Südsudan und beteiligt sich an Projekten, die der Ernährungssicherheit dienen. Die südsudanesische Vinzenzgemeinschaft etwa versorgt mit Nothilfeprogrammen Flüchtlinge in Lagern. Dabei geht es sowohl um Menschen, die vor dem Krieg im Sudan in das Nachbarland fliehen, als auch um Binnenflüchtlinge, die aufgrund von Dürren oder Überschwemmungen ihre Lebensgrundlage am Land verlieren und in die Städte abwandern. Zum anderen eröffnet sie den Menschen vor Ort mit Landwirtschaftstrainings und Ausbildungsangeboten Zukunftsperspektiven.
In Burundi unterstützt der Orden „Neues Leben durch Versöhnung“ unterernährte Kinder in Ernährungszentren und bietet Schulungen für die Mütter an. Landwirtschaftliche Programme zur Wiederansiedlung alter Kulturpflanzen und zur Aufforstung tragen dazu bei, die Ernährungssicherheit zu verbessern und wirken gleichzeitig gegen die Folgen des Klimawandels.