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Die filmkünstlerische Porträtarbeit (1998–2023) von Thomas Henke und die gemeinsame Arbeit von Peggy und Thomas Henke. Mit Installationsbauten von Lorenz Estermann.
25 Filmarbeiten des deutschen Medienkünstlers Thomas Henke sind in diesem anderen Kino – in Installationsbauten von Lorenz Estermann – gleichzeitig zu sehen. Menschen in existentiellsten Lebenssituationen werden filmkünstlerisch portraitiert: im Angesicht von Ungerechtigkeit, Ohnmacht, Missbrauch, Leid und Tod, auf der Suche nach Zuflucht, Befreiung, Ausdruck, Begegnung, Erkenntnis und Erlösung.
Die Retrospektive zur filmkünstlerischen Portraitarbeit von Thomas Henke (meist in Zusammenarbeit mit Peggy Henke) umfasst Experimentalfilme und Video-Installationen der vergangenen 25 Jahre. Es erscheint eine Publikation mit Texten zahlreicher Autor:innen.
Dabei hinterfragen Henkes Porträt-Projekte dokumentarfilmische Herstellungsweisen, Praktiken von Autorenschaft, produzieren und untersuchen mediale Wirklichkeitskonstrukte und Authentifizierungsmechanismen. Sie beleuchten Prozesse von Selbsterzählung und Selbstverbergung, etablieren experimentelle Herstellungs- und Präsentationsweisen durch die Anwendung performativer, sozialer und architektonischer Strategien: Sie reißen mediale Oberflächen auf.
Die Ausstellung zeigt die experimentellen Filmprojekte Das Fenster neben meinem (2002-2006), Liquid Identities (2003-2008), Social Dogma (2010-2020) und Meta-Porträts (2011-2018 sowie die großen Porträtformate Film der Antworten (2004-2009), Film der letzten Zuflucht (2018-2019), Samstagmittag, 12 Uhr (2021-2022). Neben dem frühen Experimentalfilm SINN (1999) und dem Film-Essay Felicitas Hoppe sagt (2017) sind auch die künstlerisch-theologischen Filmprojekte Porträts 1.13 (2014-2016) und Alpha-Omega-Letters (2016; beide in Zusammenarbeit mit Joachim Hake) zu sehen.
Die Filme und Video-Installationen werden in Ausstellungsarchitekturen von Lorenz Estermann präsentiert. So spiegelt die Retrospektive auch die langjährige künstlerische Kooperation von Peggy und Thomas Henke mit dem österreichischen Maler und Objektkünstler Lorenz Estermann.
Begleitet wird die Ausstellung am 16. März 2023 mit einem Gespräch zwischen der Schriftstellerin Felicitas Hoppe und dem Philosophen Thomas Macho, die in den vergangenen Jahrzehnten die künstlerische Arbeit von Peggy und Thomas Henke intensiv begleitet haben. Der bekannte Pianist Claudius Tanski wird dazu auf dem Klavier im Minoritensaal spielen.
Quelle: KULTUM Graz
Ausstellungsdauer:
7. Februar 2023 - 8. April 2023
Ort:
KULTUM Graz
Mariahilferplatz 3, 8010 Graz
+43 316 711133
Weitere Informationen zur momentanen Ausstellung und weiteren Aktionen finden Sie hier www.kultum.at