Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Dieses Jahr gab es in ganz Tansania - bedingt durch den Klimawandel - viel zu wenig Regenfälle. Dies führte bei vielen Bauern und Bäuerinnen zu enorm verminderten Erntemengen bis hin zu Gesamtausfällen. Betroffen davon sind alle Grundnahrungsmittel wie Mais, Hirse und Reis. Dies ist besonders schwerwiegend, da in Tansania nach wie vor rund drei Viertel der Bevölkerung von der landwirtschaftlichen Produktion leben. Von den spärlichen Einnahmen müssen zudem ihre Ausgaben für Medikamente, Schulgelder oder notwendige Lebensmittel geleistet werden.
Die Preissteigerungen für Lebensmittel sind enorm. So kostet Mais schon doppelt so viel wie im Vorjahr, Speiseöl ist dreimal so teuer. Der Ukrainekrieg führt dazu, dass notwendige Agrarimporte für die lokale Bevölkerung unerschwinglich werden. Da davon auszugehen ist, dass die Preise weiter steigen werden, muss mit einer Hungerkatastrophe gerechnet werden.
„Der unsägliche Krieg in der Ukraine muss ehestmöglich beendet werden. In der Zwischenzeit sind rasche Hilfsprogramme unumgänglich“ meint Sigrun Zwanzger, Referentin für Tansania beim Welthaus Graz. Sie betont zudem, dass „eine Ökologisierung der Landwirtschaft und die Anpassung an den Klimawandel zwingend notwendig sind, da sich sonst Ernährungskrisen – wie wir sie jetzt unter anderem in Ostafrika erleben – in noch kürzeren Abständen wiederholen werden“.
Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, beschreibt ähnlich alarmierende Zustände in Äthiopien: „Unsere langjährigen Projektpartner vor Ort schicken uns wöchentlich erschreckende Bilder. In vielen Regionen herrscht extreme Dürre. Auf den lokalen Märkten gibt es oftmals fast nichts mehr zu kaufen. Die Lagerbestände wichtiger Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Mehl, sind aufgebraucht. Die Menschen haben nichts mehr zu essen, der Großteil der Kinder ist lebensbedrohlich unterernährt“, so Heiserer.
Zuletzt brachte ein von Jugend Eine Welt finanzierter Hilfstransport eine neue Lieferung an Mehl in die Krisenregion Tigray. Nun kann zumindest wieder für einige Tage Brot gebacken werden.
Neben kurzfristig bereitgestellten Mitteln zur Bewältigung von Krisensituationen brauche es laut Heiserer auch langfristige Entwicklungshilfeleistungen, um die sich teils gegenseitig verstärkenden Krisen – wie Krieg, Corona-Pandemie, Klimawandel, steigende Armut – dauerhaft bewältigen zu können. „Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit sind nur erfolgreich, wenn sie Hand in Hand gehen. Gerade ein kontinuierlicher Anstieg an Finanzierungsmitteln für dauerhafte entwicklungspolitische Maßnahmen würde uns bei der Planung unserer Projekte und Programme sehr helfen.“
Welthaus unterstützt in Regionen Tansanias die Bevölkerung dabei, ihr Recht auf Land und somit ihre Lebensgrundlagen zu verteidigen. Durch verbesserte landwirtschaftliche Techniken können die Menschen ihre Ernährung nachhaltig verbessern.
https://graz.welthaus.at/tansania
Die österreichische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt setzt sich unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ seit ihrer Gründung vor 25 Jahren weltweit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein.
Schulen, Einrichtungen für Berufsausbildung, Sozialzentren und Straßenkinder-Programme in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa werden etwa unterstützt. Wie auch Projekte zur Armutsbekämpfung und dem Empowerment benachteiligter Gruppen.