Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Ausgehend von einem Zitat des spätantiken christlichen Philosophen Dionysius Areopagita, der in seiner Schrift „Über die Himmlischen Hierarchien“ davon sprach, dass das Feuer in allem und in allen Dingen sei und dass es alle anderen Dinge erobern könne, „selbst Gott“, machte sich der junge Künstler Nikola Markovic daran, sich das vorzustellen. Und als Imperativ auszugeben: „Entweder mehr Feuer in das Bild oder das Bild in das Feuer!“
Eine Videoinstallation im Cubus ist zugleich die Doktorarbeit des jungen serbischen Künstlers. Die „Kunstpolizei“, die in einer Serie von Zeichnungen – ja, in deutscher Sprache – im Westkorridor aktiv wird, versucht das Feuer zu löschen.
In seiner Bildinstallation im Südkorridor lässt Markovic, die BesucherInnen über Köpfe trampeln. Voraussetzung freilich ist das Sich-Ducken, weil ein ebensolches Meer von Füßen an der Decke erscheint. Wir trampeln auf Menschen, und sie trampeln auf uns. Wohin gehören wir? Die Arbeit berührt offensichtlich auch das politisch derzeit so missbrauchte Migrationsthema – und ordnet die Rolle des Trampelns mittlerweile ziemlich deutlich zu.
Gesten, Blicke, Energien sind es, die wirklich töten, verstören, froh machen oder vielleicht sogar trösten können. Die „Auszüge aus der nonverbalen Sprache“ zeigen Hände und Füße, die aus dem Schwarz des Hintergrundes buchstäblich erscheinen, mit gelegentlich verstörenden Titeln: „So, this is how freedom dies ... with a thunderous applause“. Aber separierte Hände sind nicht nur als Masse zu sehen, sondern auch als Einzelhände. Das Ausmaß an Dunkelheit gemahnt mitunter an ein Kreuz.
Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz
Vernissage
12.01.2019, 11:00 Uhr
Einführung: Dr. Johannes Rauchenberger (Kurator)
Ausstellung
12. Jänner – 9. März 2019
Öffnungszeiten: DI – FR 10.00 – 17.00 Uhr u.n.V.
Schulklassen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten herzlich willkommen! Anmeldungen unter 0316 71 11 33