Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Manche glauben, am 8. Dezember würde Marias Empfängnis von Jesus gefeiert. Die Schwangerschaft, die dann nur 16 Tage gedauert hätte, ist allerdings kein Weihnachtswunder - sondern einfach eine Falschinterpretation. Denn am 8. Dezember wird Marias eigene Empfängnis durch ihre Eltern, Anna und Joachim, gefeiert.
Marias Eltern Joachim und Anna waren lange kinderlos und als Joachim opfern wollte, weigerte sich der Priester, das Opfertier eines Kinderlosen anzunehmen. Joachim war bei seinen Herden, als ihm von einem Engel mitgeteilt wurde, er werde doch ein Kind bekommen. Er wurde aufgefordert, seine Frau an der Goldenen Pforte in Jerusalem zu treffen.
Anna betrachtete gerade traurigen Herzens einen Vogel, der sich um seine Jungen kümmerte, als ein Engel ihr mitteilte, dass sie ein Kind bekomme und Joachim beim Goldenen Tor treffen solle. Beide, Joachim und Anna, trafen sich dort, Anna wurde schwanger und sie bekamen ein Mädchen, dem sie den Namen Miriam, auf Lateinisch Maria, gaben.
Vom ersten Augenblick ihres Daseins an, also bereits im Leib ihrer Mutter, so sagt katholischer Glaube, nahm Gott Maria unter seinen besonderen Schutz. Er machte sie zur „Gnadenvollen“ und dadurch immun gegen jene Macht des Bösen, die Menschen üblicherweise prägt und ihre Beziehung zu Gott beeinträchtigt und trübt („Erbschuld“). Daher feiert die katholische Kirche nicht nur den Geburtstag Marias am 8. September, sondern schon neun Monate vorher ihre „gnadenvolle“ Empfängnis.
Wegen ihrer ungetrübten Gottesnähe bereits im Augenblick der Empfängnis wird Maria auch als „unbefleckt Empfangene“ bezeichnet. Viele deuten diesen missverständlichen Ausdruck falsch und meinen, die katholische Kirche lehre, Maria sei ohne sexuelle Vereinigung ihrer Eltern entstanden. So ist es aber nicht. Das Leben Marias begann auf ganz normale Weise durch die körperliche Liebe ihrer Eltern. Nicht Sexualität befleckt den Menschen, sondern die Macht des Bösen.
Die besondere Erwählung Marias geschah im Vorausblick auf das Kommen ihres Sohnes, durch den alle Menschen von der Macht des Bösen befreit und zu Freunden und Freundinnen Gottes werden sollten. Maria war die Morgenröte, in der sich die kommende Sonne, die rettenden Liebe Christi, bereits wirksam ankündigte.
Christen und Christinnen dürfen gewiss sein, dass auch sie in der Taufe – wie Maria – das Geschenk der Gottesfreundschaft erhalten haben. Und wie Maria dadurch die Kraft erhielt, Christus eine gute Mutter zu werden, sind auch sie berufen, mit Gottes Hilfe das Böse zu überwinden und ihre jeweilige Lebensaufgabe gewissenhaft zu erfüllen.
Gottesdienste am 8. Dezember
Zum Hochfest der ohne Erbschuld empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria finden in der ganzen Steiermark Festgottesdienste statt. Die Termine dazu finden Sie hier ->
Das feierliche Hochamt im Grazer Dom feiert heuer um 17 Uhr em. Bischof Egon Kapellari.