Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
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Die katholische Kirche in Österreich und weltweit lebt vor allem davon, dass viele Menschen ihren Glauben in die gute Tat für andere umsetzen - wobei der größte Anteil davon in ehrenamtlicher Form geschieht: Darauf hat die Kirche zum jährlich am 5. Dezember begangenen "Tags des Ehrenamtes" aufmerksam gemacht.
In der Steiermark werden ca. 80.000 Dienste von freiwillig Engagierten geleistet. Vielfach sind dabei dieselben Personen in mehreren Bereichen innerhalb einer Pfarre engagiert - und darüber hinaus noch in Vereinen in ihren Ortschaften. Barbara Krotil, Verantwortliche für die Ehrenamtsentwicklung in der Diözese, zur Zukunft des Ehrenamtes: "Die Zeit, die Menschen heute für ihr freiwilliges Engagement zur Verfügung haben, wird leider weniger. Berufstätigkeit, Pendeln, Familie und andere Aufgaben lassen die Freizeit kostbarer werden. Auch deshalb kann die wertvolle Arbeit, die so viele Menschen für unsere Kirche leisten und auch weiterhin leisten werden, nicht hoch genug geschätzt werden."
Mit dem neu eingerichteten Bereich "Ehrenamtsentwicklung" hat das Thema auch eine neue Verankerung in der Gesamtorganisation der Diözese. Ziel ist es, Menschen, die sich engagieren wollen, Möglichkeiten und Raum zu geben, so dass sie selbst und andere von ihrem freiwilligen Engagement profitieren und Freude daran haben.
In der Diözese Graz-Seckau sind die Möglichkeiten, für einen bestimmten Engagementbereich die nötigen Kompetenzen zu erwerben, vielfältig: Großen Anklang fand zum Beispiel die "KunstWerkKirche"-Ausbildung, in der sich Freiwillige zu KirchenführerInnen für ihre Pfarrkirchen ausbilden lassen können. Seit Herbst können unter dem Titel "KunstSinnKirche" auch Kompetenzen zu einer "mystagogischen Kirchenführung" erlangt werden. Nach einem erfolgreichen Lehrgang "Begräbnisleitung durch Laien" findet dieser nun bereits zum fünften Mal statt. In Absprache mit dem zuständigen Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat üben Frauen und Männer diesen wertvollen Dienst aus.
Das Zukunftsbild der Katholischen Kirche Steiermark, das vor genau einem Jahr von Bischof Wilhelm Krautwaschl verabschiedet wurde, betont das Engagement von Frauen und Männern. Es heißt dort: "Gott liebt die Welt und schenkt jedem Menschen vielfältige Begabungen und Fähigkeiten. Was einem Menschen geschenkt ist, hat er nicht für sich allein. [...] Die Zukunft unserer Kirche wird maßgeblich von Ehrenamtlichen und freiwillig Engagierten gestaltet, die ihre Berufung aus Taufe und Firmung nach ihren Fähigkeiten, Begabungen und Interessen einbringen. So verantworten sie kirchliches Leben an unterschiedlichen Orten."
Dass viele kirchliche Initiativen und Hilfswerke auf freiwilliges Engagement völlig angewiesen sind, zeigt auch eine Aussendung der steirischen Caritas. Ehrenamtliche trügen "zu einem guten Miteinander in der Gesellschaft bei", erklärte Caritas-Direktor Herbert Beiglböck. Ihr Aufgabengebiet sei sehr groß und reiche von Fahrten an Winterabenden, um Obdachlosen einen Schlafplatz anzubieten, über Nachmittage in einem Lerncafé zur Unterstützung von Kindern bei der Schulaufgabe bis hin zu Spaziergängen mit Pflegeheim-BewohnerInnen oder dem Sammeln übriggebliebener Lebensmitteln bei Supermärkten für die Weitergabe an Menschen in Not.
Freiwillige der Caritas kommen aus allen Gesellschafts- und Altersschichten, heißt es in der Aussendung weiter: Kinder und Jugendliche machten bereits bei Aktionen wie dem "Laufwunder", dem "Young Heroes Day" oder im Advent bei der Aktion "Eine Million Sterne" für Kinder in Not mit. Firmen beteiligten sich bei "Social Days" mit Renovierungsarbeiten, Gartengestaltung oder der Unterstützung von Ausflügen, steiermarkweit 3.000 Privatpersonen seien bei der jährlichen Haussammlung von Tür zu Tür unterwegs und sammelten Spenden für Menschen in Not in der Steiermark. Studierende wie auch Pensionisten leisteten Nachtdienste an den Wochenenden in den Notschlafstellen oder aktuell beim Kältetelefon. Weiter auf der Suche ist die Caritas momentan nach Freiwilligen, die als Paten Migranten - Einzelpersonen oder Familien - beim Deutschlernen, Ausflügen oder Behördenwegen begleiteten.