Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Als biblisches Leitwort zu diesem Tag wurde heuer der Satz „Nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder“ (Mt 23,8) ausgewählt. Die Stelle aus dem Matthäus-Evangelium forciert einen Zugang des Handelns anstatt des Redens – ein Zugang, den Papst Franziskus in den Kontext des Umgangs mit Krankheit stellt: „Er (=Jesus) lädt dazu ein, anzuhalten, zuzuhören, einen direkten, persönlichen Kontakt zum anderen herzustellen, Empathie und Betroffenheit ihm oder ihr gegenüber zu zeigen und sich von dem Leid anrühren zu lassen.“
Wie auch in der Corona-Krise zutage tritt, zeigen Krankheiten die Verwundbarkeit und Abhängigkeit des Menschen von anderen und auch von Gott auf, sie führt uns auch zur existentiellen Sinnfrage: „eine Frage auf der Suche nach einer neuen Bedeutung und einer neuen Richtung der Existenz. Manchmal findet sie nicht sofort eine Antwort.“ Weiters zeigt die Corona-Krise auch Ungerechtigkeiten im Gesundheitssystem auf, so der Papst: „Gesundheitssysteme und Mängel bei der Betreuung Kranker ans Licht gebracht. Den Alten, Schwachen und Hilflosen wird nicht immer der Zutritt zu den Behandlungen gewährleistet, und nicht immer ist er gerecht geregelt.“
Zugleich wird durch die Pandemie auch Positives sichtbar. So würdigt der Papst die Einsatzbereitschaft und die Großherzigkeit des Personals im Gesundheitswesen, von Ehrenamtlichen, von Arbeitern und Arbeiterinnen, von Priestern und Ordensleuten deutlich gemacht, die mit Professionalität, Opferbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Nächstenliebe vielen Kranken und ihren Familienangehörigen geholfen, sie gepflegt, getröstet und versorgt haben.
Diese Beziehung so vieler Beteiligter ist ein wichtiger Schlüssel für eine gute Therapie von Krankheiten, in der auch das jesuanische Liebesgebot seine konkrete Verwirklichung findet: „Eine Gesellschaft ist umso menschlicher, wie sie sich ihrer schwachen und leidenden Glieder anzunehmen vermag und wie sie dies aus dem Geist einer geschwisterlichen Liebe leisten kann. Streben wir nach diesem Ziel und machen wir es in einer Weise, dass keiner einsam zurückbleibt und keiner sich ausgeschlossen oder fallengelassen fühlt.“
Der Welttag am 11. Februar steht in diesem Jahr unter dem Jesuswort: "Nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder" (Matthäus 23,8). Der von Papst Johannes Paul II. 1993 ins Leben gerufene Gedenktag findet zum 29. Mal statt.
Wortlaut der Papst-Botschaft zum 29. Welttag der Kranken