Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Gesellschaftliche Konflikte nehmen in unserer polarisierenden Gesellschaft zu. Nachrichten über heftige Debatten und gewalttätige Auseinandersetzungen prägen die Berichterstattung. Immer wieder geht es dabei um Abgrenzung – zwischen uns, als kollektivem "Wir", und "den Anderen". Wer aber ist das "Wir" und wer sind "die Anderen"? Wer gehört dazu und wer nicht?
In einem Online-Webinar versucht das Bildungsforum Mariatrost am 10. Februar 2021 dem kollektiven "Wir" auf den Grund zu gehen. Die Grundlage dafür bildet das neueste Buch der Autorin Judith Kohlenberger.
Kohlenberger geht der Entstehung und den Auswirkungen des von der Politik häufig vielbeschworenen und instrumentalisierten kollektiven "Wir" auf den Grund. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass eine zunehmende Pluralisierung und Öffnung der Gesellschaft – auch hierzulande – nicht ohne Spannungen und Auseinandersetzungen ablaufen kann. Diese seien jedoch nicht als Zeichen zu werten, dass die pluralistische, offene Gesellschaft gescheitert ist. Im Gegenteil, sie können als "Wachstums- oder Wundheilungsschmerzen" gedeutet werden, als schmerzhafte Symptome des Ausverhandelns und Näherkommens verschiedener Gruppen und Gruppierungen.
Die Entwicklung eines inklusiveren, größeren "Wir" und einer egalitären, pluralistischen Gesellschaft soll im Online-Webinar auf Basis von Diskussion und Austausch erörtert werden. "Ein anderes 'Wir' ist möglich. Ein 'Wir', das nicht auf Ausgrenzung oder Abwertung beruht. Es ist ein 'Wir', in dem auch das 'Du' und 'Ich' Platz haben“, so Kohlenberger.
Mittwoch, 10. Februar 2021, 18.30-20 Uhr
Anmeldung erforderlich:
0316/8041-452, office@mariatrost.at
oder online unter
Teilnahmebeitrag: € 11,00
Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie zeitgerecht per Mail zugesandt.
geboren 1986, ist promovierte Kulturwissenschafterin und am Institut für Sozialpolitik der WU Wien tätig. Sie forscht zu Fluchtmigration, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. 2019 wurde sie mit dem Kurt-Rothschild-Preis für eine der europaweit ersten Studien zum Fluchtherbst 2015 ausgezeichnet. Sie lehrt an der WU Wien und der FH Wien, schreibt für den FALTER Think Tank und engagiert sich im Expertenrat Migration.Integration.Teilhabe sowie im Vorstand von migrant und frida Asyl- und Fremdenrechtsberatung.
Das Buch wird am 22. Februar 2021 über den Verlag Kremayr & Scheriau erscheinen.
