Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Die katholische Kirche begeht am 1. Jänner 2018 ihren 51. Weltfriedenstag. Er steht unter dem Motto „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“. Zu diesem Anlass sendet der Papst an die Regierungen weltweit eine Botschaft, die auch die diplomatische Linie des Heiligen Stuhls für das neue Jahr aufzeigt.
Von Regierenden verlangte er, die Aufnahmepolitik „auf ein Höchstmaß“ auszuweiten, „soweit es das wahre Wohl ihrer Gemeinschaft zulässt“. Als Hauptursache von Vertreibung und Migration beklagt der Papst bewaffnete Konflikte und andere Formen organisierter Gewalt. Motive für Migration seien aber auch die Hoffnung auf ein besseres Leben und die Flucht vor Armut oder den Folgen von Umweltzerstörung, einschließlich dem Wunsch, sich mit seiner Familie zu vereinen oder Arbeit zu finden. „Wer diese Rechte nicht besitzt, lebt nicht in Frieden“, so der Papst.
In den Zielländern kritisiert Franziskus eine Rhetorik, die die nationale Sicherheit oder die Belastungen durch die Aufnahme betone. Dabei werde „die menschliche Würde missachtet, die jedem zuerkannt werden muss, weil alle Menschen Kinder Gottes sind“. Wer etwa zu politischen Zwecken Angst gegenüber Migranten schüre, säe Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, statt den Frieden aufzubauen.
Zugleich mahnt er zu einem „verantwortlichen Umgang“ mit den neuen komplexen Situationen der Zuwanderung und den begrenzten Ressourcen. Aufnahme und Integration von Migranten seien „mit Besonnenheit“ zu gestalten. Regierende hätten „eine klare Verantwortung gegenüber der Bevölkerung in ihren Ländern, deren ordentliche Rechte und harmonische Entwicklung sie gewährleisten müssen“.
Konkret fordert der Papst für Migranten mehr Möglichkeiten einer legalen Einreise und unterstreicht die „unantastbare Würde all jener, die vor einer realen Gefahr fliehen und Asyl und Sicherheit suchen". Migranten und Flüchtlinge dürften nicht an Orte zurückgewiesen werden, an denen ihnen Verfolgung und Gewalt drohten. Vielmehr brauchten sie Unterstützung zu einer „ganzheitlichen menschlichen Entwicklung“, so etwa Zugang zu Bildung. Integration bedeute, eine umfassende Teilnahme am Leben der Aufnahmegesellschaft zu ermöglichen, betont der Papst.
Diözese Linz