Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren! Mehr Infos
Schulen, Kindergärten, Bildungshäuser und vieles mehr: Kirche ist ein wesentlicher Bildungsanbieter. mehr Infos

Tamara Strohmayer, Leiterin der Jungen Kirche, erzählte von den Vorbereitungen zur Jugendsynode im Oktober 2019 in Rom. Das Vorbereitungsdokument zur Vorsynode, die am 19. März startet, wurde bereits 2017 veröffentlicht und stelle sich sehr differenziert und sensibel der Lebensrealität Jugendlicher heute, so Strohmayer. Herausforderungen sehe das Vorbereitungsdokument viele, so auch in der hypervernetzten Welt. Auch den kritischen Blick der Jugendlichen auf Politik und Kirche thematisiere das Vorbereitungsdokument. Bemerkenswert sei vor allem die Anerkennung der Notwendigkeit, aus gewohnten Schemata der Kirche ausbrechen zu müssen, um Jugendliche auf dem Weg der Entdeckung der eigenen Berufung zu begleiten.
Im Vorfeld der Jugendsynode, die dann von 3. bis 28. Oktober 2018 im Vatikan tagt, wird ähnlich zur Familiensynode von 19. bis 25. März eine Vorsynode in Rom abgehalten. Aus Österreich wird die Oberösterreicherin Eva Wimmer, sie studiert in Graz, daran teilnehmen. Auch wird über facebook soll es möglich sein, an dieser Vorsynode teilzunehmen. Ein Fragebogen mit Fragen zu den veränderten Lebensbedingungen und den Herausforderungen der Jugendpastoral, er war weltweit online ausfüllbar, wird ebenfalls in die Vorsynode einfließen.
Strohmayer erhofft sich wesentliche Impulse für die gesamte Pastoral und weist auf das Taizétreffen in Graz hin, das zum Abschluss der Jugendsynode von 25. Bis 28. Oktober 2018 stattfindet. Man erwarte 1.000 bis 2.000 TeilnehmerInnen dazu.
Fragen zur Sprache des Fragebogens, des Firmalters und des Kontakts mit den Jugendlichen wurden daraufhin im Diözesanrat thematisiert. Strohmayer forderte die Mitglieder des Diözesanrates auf, im Sinne des Perspektivenwechsels selbst aktiv zu werden, um Jugendliche in ihrer Berufung zu begleiten. Bischof Wilhelm Krautwaschl ermunterte den Diözesanrat, über Fragen der Jugend zu sprechen.
Den neuen gedruckten Programmguide zum Diözesanjubiläum brachte Thomas Bäckenberger, Generalsekretär des Weg2018, als Geschenk mit. Nicht das Druckwerk, sondern der Inhalt sei das wahre Geschenk, so Bäckenberger. Ein zentrales Element, das sich durch alle Veranstaltungen ziehe, sei, ganz dem Zukunftsbild der Diözese entsprechend, das “Hinauswagen” des Jubiläums. So werde bewusst mit neuen Formaten und einer neuer Formensprache versucht, auch Fernstehende mit der eigenen Botschaft und mit den eigenen Fragen zu erreichen.
Neben einigen Highlights zählte Bäckenberger viele Initiativen von karitativem Engagement bis hin zu einigen berührenden Erlebnissen im Vorfeld des Jubiläums auf. So suchte er kürzlich mit dem Medienkünstler Richard Kriesche altes Wellenblech für das Wallfahrtskreuz, das zum Abschlussgottesdienst im September am 2017 Meter hohen Himmelskogel aufgestellt werde. Ein Vorbote des Jubiläums sei auch die Teilnahme am Steiermarkfrühling von 5. bis 8. April am Wiener Rathausplatz. Das Jubiläum sei gelungen, wenn der Same aufgehe, so Bäckenberger zum Abschluss des Tagesordungspunktes.
Thorsten Schreiber, Regens im Priesterseminar, referierte über die neue vatikanische Rahmenordnung zur Priesterausbildung, die seit Dezember 2016 gilt. In der Ausbildung sei entscheidend, dass der Seminarist aus sich herauszugehen lerne, auch, um seine eigenen Grenzen erkennen und anerkennen zu können. Durchgehend in der Ausbildung soll die menschliche demütige Haltung sein, die Wirklichkeit anzunehmen, so wie sie sei, zitierte Regens Schreiber den tschechischen Theologen Thomas Halik. Das entspreche dem Zukunftsbild in seinem ersten Punkt, man gehe vom Leben der Menschen aus. Derzeit bereiten sich 27 Seminaristen im Priesterseminar auf die Weihe vor. Regens Schreiber zählte in einigen Punkten Anmerkungen zur Berufungspastoral an. So sei etwa eine Kultur des “die eigene Berufung Ernstnehmens" förderlich für die Berufung der Weihe, wie auch das Sprechen darüber. Regens Schreiber regte an, im eigenen Umfeld verstärkt das Thema Berufung zur Sprache zu bringen.
Die nächste Vollversammlung des Diözesanrates tagt am 15. und 16. Juni wieder auf Schloss Seggau.
Martin Gsellmann