Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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In seiner Predigt beim Gottesdienst für geistliche Berufungen fragte Bischofsvikar und Dompfarrer Heinrich Schnuderl anlässlich des Diözesanjubiläums, wie wohl die Katholische Kirche in der Steiermark in 20 Jahren aussehen möge?
„Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, welche Herausforderungen uns bevorstehen. Die Umwelt verändert sich, die Gesellschaft ist im Wandel, auch in der Kirche wird vieles anders werden. Wir gehen auf spannende, uns herausfordernde Zeiten zu. Das Engagement für Christus und als Kirche ist kein bequemes Ruhekissen, sondern verlangt Menschen mit Wagemut, die hinausgehen und neue Wege suchen und beschreiten. Die steirische Kirche braucht Menschen, die das Wort Jesu unmittelbar auch an sich gerichtet verstehen: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ Jeder und jede, die wir getauft und gefirmt sind, ist damit gemeint.“
Bischofsvikar Heinrich Schnuderl mahnte mit Papst Franziskus, aus dem jüngsten Schreiben „Gaudete et exsultate“, dass Kirche sich der Versuchung widersetzen müsse sich zurückzuziehen (Vgl. Gaudete et Exsultate 133f.). Als Kontrast stehe der erste Diakon Philippus, der an die Ränder hinausgegangen sei, sich den Fragen eines Fremden gestellt und ihm den Weg zu Christus gewiesen habe, so der Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft. Zum Thema des Weltgebetstages, der Frage „Wofür lebst du?“, sagte Bischofsvikar Schnuderl: „‘Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch‘ Das ist die Richtung, in der wir eine Antwort auf unsere Frage ‚wofür lebst du‘ suchen sollen.“
Zum 55. Mal begeht die Katholische Kirche am 22. April den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. In Österreich wird dieser vom Canisiuswerk vorbereitet, heuer wurde er unter das Motto „Wofür lebst du?“ gestellt. „Wir alle benötigen regelmäßig jemanden, der uns an die Grundfrage des Lebens, wofür wir eigentlich leben, erinnert, damit wir nicht an der Oberfläche hängenbleiben und den Tiefgang jeden Augenblicks erfahren können“, sagt Wilhelm Krautwaschl, Referatsbischof des Canisiuswerks. „Gerade die Evangelien führen uns vor Augen, warum es sich lohnt, sein persönliches Leben einzusetzen für andere Menschen, warum es sich lohnt, andere zu lieben. Wir dürfen dabei aus der Liebe Gottes schöpfen, sie dankbar annehmen und voller Freude weitergeben“, so Krautwaschl.
Alljährlich zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen veröffentlicht auch der Vatikan am 1. Adventsonntag eine Botschaft des Papstes. In dieser weist Papst Franziskus auf die im Herbst 2018 stattfindende Bischofssynode hin, die sich damit auseinandersetzt, wie Jugendliche, Glaube und Berufung zueinander stehen: „Wir werden dabei tiefer verstehen lernen, wie sehr die göttliche Berufung zur Freude im Zentrum unseres Lebens steht“, betont er. Zudem weist er auf die drei Aspekte Hören, Erkennen und Leben hin, die auch am Beginn der Sendung Jesu stehen und fordert zu mehr Mut auf: „Wir werden die besondere und persönliche Berufung, die Gott uns zugedacht hat, nicht entdecken können, wenn wir in uns selbst eingeschlossen bleiben, in unseren Gewohnheiten und in der Teilnahmslosigkeit dessen, der sein Leben in seiner eigenen kleinen Welt verschwendet“, so Papst Franziskus in seiner Botschaft.
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