Die Diözese Graz-Seckau, 1218 gegründet, umfasst 388 Pfarren. Diözesanbischof ist seit 2015 Wilhelm Krautwaschl. Mehr zur Diözese
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Der „Dom im Gebirge“ ist der Ursprung der Diözese (Graz-)Seckau. Von 1218 bis 1786 war er Kathedrale. Zum 800-Jahr-Jubiläum eben neu renoviert, strahlt diese romanische Basilika eine Jahrhunderte alte Spiritualität und eine überzeitliche Atmosphäre aus. Mit subtilen Interventionen aus der Gegenwartskunst im Kreuzgang, im Kapitelsaal, im Mausoleum Karls II. und in der Bischofkapelle werden Vergangenes und Bleibendes ganz neu sichtbar gemacht. Die bestehende Ausstellung schließlich wird mit neuen Blickwinkeln erweitert, die auf die wichtige Rolle von Klöstern in der Geschichte der Diözese eingehen und deren Wurzeln bis zu den Dokumenten der Gegenreformation im Blick haben. Umbruch, Geist und Erneuerung sind diesem Ursprungsort der Diözese förmlich eingeschrieben. Kuratiert wurde die Ausstellung von Elke El-Sayed, Johannes Rauchenberger und Alois Kölbl in Kooperation mit Elke Schmid.
Um auch Interessierten in Graz eine Mitfahrgelegenheit zu bieten, haben Alois Kölbl und Gertraud Schaller-Pressler einen Bus organisiert und laden herzlich zur Teilnahme ein. Abfahrt ist am 1. Mai um 16 Uhr vor dem Quartier Leech, Rückkehr um ca. 21:30 Uhr. Kosten: 25 Euro, Anmeldung im KHG-Sekretariat (0316/ 32 26 28, khg@khg-graz.at)
Zuvor sind Sie auch herzlich zum Kirchweihfest der Leechkirche eingeladen.
Wider das Vergessen
Die Basilika in Seckau birgt auch das prächtige Mausoleum von Erzherzog Karl II., der in der Steiermark die Gegenreformation eingeleitet hat. Seinen streng katholisch erzogenen Sohn, den späteren Kaiser Ferdinand II., wird Bischof Martin Brenner (1585–1615) mit den „Reformationskommissionen“ als „Ketzerhammer“ unterstützen. Das Dunkle dieser Zeit erinnert die Medienkünstlerin Ruth Schnell mit hellen Worten, die vor Ort buchstäblich erscheinen, ohne dass man nachvollziehen kann, woher die Worte der Erinnerung plötzlich kommen.